Ländliche Kulturarbeit weiter gestärkt
Der regionalen Kulturförderung stehen im Haushaltsplanentwurf 2008 zusätzlich eine Million Euro jährlich zur Verfügung. Dies erklärte Niedersachsens Kulturminister Lutz Stratmann am (heutigen) Mittwoch. Damit fördert das Land die Kultur im ländlichen Raum mit insgesamt rund 4,4 Millionen Euro pro Jahr.
19.09.2007 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur"Das niedersächsische Modell der regionalen Kulturförderung haben wir seit dem Regierungswechsel konsequent entwickelt und unser Ziel erreicht: Die Kultur im ländlichen Raum ist in Niedersachsen deutlich gestärkt worden", sagte Kulturminister Stratmann.
Das Modell sieht vor, dass die Kulturschaffenden ihre Anträge auf Projektförderung bei den zuständigen Landschaften und Landschaftsverbänden, der Region Hannover und der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz stellen. Diese entscheiden bei Anträgen unter einer Fördersumme von 10.000 Euro eigenverantwortlich über die Gestaltung der regionalen Kulturförderung und die Verwendung der Landesmittel. Anträge, die über diesem Schwellenwert liegen, leiten die regionalen Partner zur Entscheidung an das Ministerium weiter. Grundlage dieser regionalen Kulturförderung sind Zielvereinbarungen, deren Erreichen Ende dieses Jahres durch eine Evaluierung überprüft wird. Das Ministerium hatte 2005 den Rahmen für die Neuordnung der regionalen Kulturförderung geschaffen, die regionalen Partner haben die konkreten Ziele ihrer jeweiligen Kulturförderung definiert und gestalten sie.
"Dieses Modell einer echten Regionalisierung der Kulturförderung hat sich auf verschiedenen Ebenen positiv auf die Entwicklung des ländlichen Raumes ausgewirkt. Wir haben die regionalen Träger ermutigt, ihre spezifischen Fähigkeiten mit Hilfe des Landes zu vernetzen und in der Kultur das jeweils besondere einer Region herauszuarbeiten. Damit werden die kulturelle Vielfalt und ehrenamtliches Engagement gefördert. Die Kulturschaffenden profitieren davon, dass sie sich vor Ort von den regionalen Partnern und auch den Regionalberatern der Landesarbeitsgemeinschaft-Soziokultur kompetent beraten lassen können", bilanzierte Kulturminister Stratmann.
Über die zusätzliche Förderung hat das Kabinett im Sommer 2007 entschieden, der niedersächsische Landtag wird im Herbst dieses Jahres über den Haushaltsplanentwurf beraten.
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