Land unterstützt Einrichtungen zur Pflege des jüdischen Erbes in Sachsen-Anhalt

Heute haben Staatssekretär Winfried Willems, die Oberbürgermeister der Städte Halberstadt und Dessau, der Landrat des Landkreises Köthen, der Bürgermeister von Gröbzig sowie die Vertreter der Moses Mendelssohn Akademie Halberstadt, des Vereins der Freunde und Förderer des Museums Synagoge Gröbzig und der Moses-Mendelssohn-Gesellschaft Dessau die Förderverträge unterzeichnet.

19.12.2006 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Für den Zeitraum vom 01.01.2007 bis zum 31.12.2009 werden damit der Moses Mendelssohn Akademie insgesamt 195.000 €, der Moses-Mendelssohn-Gesellschaft Dessau insgesamt 92.400 € und dem Verein der Freunde und Förderer des Museums Synagoge Gröbzig insgesamt 195.900 € landesseitig zur Verfügung gestellt.

Die Finanzierung gliedert sich in gleiche Jahresanteile. Das Land und die Städte Halberstadt, Gröbzig und Dessau sowie der Landkreis Köthen bezuschussen damit die Personal- und Sachkosten für die jeweiligen Einrichtungen.

Staatssekretär Willems betonte, dass mit diesen Verträgen das Land Sachsen-Anhalt und die Kommunen die Aufarbeitung eines bedeutenden Teils der Landesgeschichte unterstützen.

Mit den Fördermitteln wird die Arbeit dieser drei Einrichtungen, die sich der Bewahrung und Aufarbeitung des historischen und kulturellen jüdischen Erbes in Halberstadt bzw. Preußen sowie in Dessau und Gröbzig bzw. Anhalt und für Sachsen-Anhalt insgesamt verschrieben haben, langfristig gesichert.

Willems verwies auf die verschiedensten Aktivitäten dieser Institutionen, die von der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und der Lehrerfortbildung bis hin zur Herausgabe von wissenschaftlichen Publikationen und der Durchführung wissenschaftlicher Tagungen und Kongresse - häufig im internationalen Kontext - reichen.

Die Aktivitäten der Einrichtungen dienen dazu, das kulturelle jüdische Leben exemplarisch aufzuarbeiten, zu dokumentieren und zu präsentieren. Damit wird ein weiterer fundierter Grundstein für eine Erinnerungskultur gelegt, um positive Impulse für das aktuelle und zukünftige Zusammenleben der nichtjüdischen und der Bevölkerung jüdischen Glaubens in Sachsen-Anhalt geben zu können, erklärte Willems.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden