Landesregierung: Fraunhofer-Bericht bestätigt richtigen Kurs der Innovationspolitik in NRW

Wissenschaftsministerin Hannelore Kraft und Wirtschafts- und Arbeitsminister Harald Schartau haben es grundsätzlich begrüßt, dass die CDU-Landtagsfraktion einen Bericht zu den Innovations- und Zukunftspotenzialen Nordrhein-Westfalens in Auftrag gegeben hat, der vom Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung erarbeitet worden ist.

15.11.2004 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

Kraft: "Selbstverständlich werden wir die Ergebnisse einer unabhängigen Studie im Einzelnen genau prüfen. Es ist immer sinnvoll hinzuschauen, ob wir das eine oder andere noch besser machen können. Von daher begrüße ich es, wenn Herr Rüttgers sich wirklich um eine objektive Diskussion um die Innovationspolitik in Nordrhein-Westfalen bemüht, anstatt Klischees über das angebliche Versagen der Landesregierung zu verbreiten."

Als Verkennung der ökonomischen Realitäten in Nordrhein-Westfalen bezeichnete Schartau in diesem Zusammenhang die von der CDU vorgebrachte Forderung, die vermeidlich "alten" Industriestrukturen des Landes hinter sich zu lassen. "Wer künstliche Trennlinien zwischen "alten" und "neuen" Branchen zieht und damit industrielle Potenzial abschreibt, der verkennt die wesentlichen Stärken Nordrhein-Westfalens. Es gibt kaum noch wirtschaftspolitischen Sachverstand, der diese Trennung zwischen alter und neuer Ökonomie nicht längst als überholt bezeichnet."

Der gesamte industrielle Sektor sei und bleibe einer der kraftvollsten Motoren der NRW-Wirtschaft. Der Maschinenbau, die Chemie- und Stahlbranche, der Automobilbau und die Automobilzulieferer besetzten zur zeit sowohl ökonomisch als auch technologisch Spitzenpositionen im internationalen Wettbewerb. Schartau: "NRW ist ein Industriestandort aller erster Qualität. Hinter dieser Industrie und ihren Unternehmen steht die Landesregierung ohne wenn und aber. Eine Innovationspolitik ohne Industrie ist für uns nicht vorstellbar."

Insgesamt sei festzuhalten, so Schartau und Kraft, dass der Oppositionsführer nun mit halbjähriger Verspätung den Zehn-Punkte-Innovationsplan von Ministerpräsident Peer Steinbrück zur Kenntnis genommen und fleißig daraus abgeschrieben habe. Erfreulich in der Studie des Fraunhofer-Instituts sei, dass die Anstrengungen der Landesregierung sowohl im Bereich Nachrichtentechnik, Kommunikation, Medien als auch in der Medizintechnik und den zukünftigen Spitzentechnologien wie Optik, Biotechnologie und Nanotechnologie gewürdigt würden, betonte Kraft. "Der Anregung, die Potenziale in der Nanotechnologie durch Vernetzung besser auszuschöpfen, sind wir aber längst nachgekommen. Mit den drei NanoClustern in Aachen, Münster und Duisburg/Essen bündeln wir deshalb das vorhandene wissenschaftlich hervorragende Know-how noch stärker in einem gemeinsamen Netzwerk. So soll das enorme Potenzial auch verstärkt der Wirtschaft nutzbar gemacht werden."

Ausdrücklich hob die Ministerin aber den Hinweis der Forscher hervor, in Nordrhein-Westfalen liege der Anteil der Wirtschaft an den Forschungs- und Entwicklungsausgaben (FuE) deutlich hinter den FuE-Ausgaben der Wirtschaft in Baden-Württemberg und Bayern. Kraft: "Ministerpräsident Steinbrück hat bereits im April in dem Zehn-Punkte-Programm zur Sicherung der Innovationsfähigkeit Nordrhein-Westfalens das Ziel formuliert, bis zum Jahr 2010 in NRW die öffentlichen und privaten Forschungs- und Entwicklungsausgaben auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu steigern. Hier ist vor allem die NRW-Wirtschaft gefordert."


Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden