Linksfreaktion fragt nach unbezahlten Praktika bei Berufsanfängern

(hib/SUK) - Immer mehr Berufsanfänger, vor allem Akademiker, führen als Berufseinstieg nicht oder nur gering bezahlte Praktika durch. Dies nimmt die Linksfraktion zum Anlass für eine Kleine Anfrage (16/1414) und will von der Bundesregierung wissen, in wie vielen Fällen ein gering oder nicht bezahltes Praktikum von Berufsanfängern vereinbart wird, bei dem "Arbeitsleistung und nicht der Ausbildungszweck" im Vordergrund steht und ob es Branchen gibt, in denen dies besonders üblich ist.

15.05.2006 Pressemeldung Deutscher Bundestag

Gefragt wird auch, in welchem Umfang diese Praktika betriebliche Planstellen für reguläre Beschäftigungsverhältnisse vernichten und wie die Bundesregierung gegebenenfalls diese Vernichtung von Planstellen zugunsten von angeblichen Praktika bewertet, bei denen die Praktikanten als "billige Arbeitskräfte ausgenutzt werden". Die Linke will zudem wissen, in welcher Höhe die sozialen Sicherungssysteme und die Steuersystem durch entgangene Beiträge bzw. Steuern durch diese unbezahlten Praktika belastet werden.

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