Lob für Junglehrer berechtigt nicht zu Umkehrschluss
"Der SPD mangelt es offenbar an Wahlkampfthemen, so dass sie darauf angewiesen ist, aus dem Zusammenhang gerissene Satzfragmente zur Lehrerbeschimpfung umzufunktionieren", wies heute ein Sprecher des Niedersächsischen Kultusministeriums entsprechende Vorwürfe eines SPD-Landtagsabgeordneten zurück.
30.08.2005 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches KultusministeriumZu keiner Zeit habe der Niedersächsische Kultusminister Lehrkräfte pauschal beurteilt oder gar beschimpft oder dies auch nur beabsichtigt. Im Gegenteil sei er dafür bekannt, dass er stets für seine Lehrerinnen und Lehrer eintritt und sie gegen pauschale Vorurteile in Schutz nimmt.
"Die jetzt zitierten Äußerungen sind nicht wörtlich so gefallen. Die Zitate interpretieren ein Gespräch, das der Minister bei einem Betriebsbesuch mit anwesenden Handwerkern führte. Er hat dabei auf die Tatsache hingewiesen, dass es um die Schulpolitik eine fast 30 Jahre dauernde, ideologisch-politisch geprägte Auseinandersetzung gegeben hat, die mit der Abschaffung der Orientierungsstufe beendet ist. In diesem Zusammenhang hat sich Minister Busemann lobend über die junge Lehrergeneration geäußert, die ideologisch unbelastet und mit Spaß an der Arbeit sei. Dies berechtigt nicht, daraus nun im Umkehrschluss eine Beschimpfung älterer Lehrerinnen und Lehrer abzuleiten, die nicht stattgefunden hat und auch nie beabsichtigt wurde", klärte das Kultusministerium den Sachverhalt auf.
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