Männliche Sozialisation und Gewalt
Der 6. Berliner Präventionstag fand am 24. November im Rathaus Schöneberg statt. Mehr als 500 Expertinnen und Experten aus Schule, Sozialarbeit, Polizei, Justiz, Wissenschaft, Politik und Verwaltung diskutierten über das Thema "Männliche Sozialisation und Gewalt".
05.07.2006 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und ForschungDer Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, verlieh den Berliner Präventionspreis 2005. Mit der Nummer 24 des Berliner Forums Gewaltprävention liegt nunmehr die Dokumentation dieser Veranstaltung vor. Sie enthält u. a. Beiträge zu folgenden Themen:
- Männliche Sozialisation und Gewalt – Dr. Michael Meuser
- Häufiger kriminell oder häufiger kriminalisiert? Kriminologische Anmerkungen zum polizeilich registrierten Anstieg der Jungengewalt – Dr. Wiebke Steffen
- Alltägliche Gewalt unter Kindern und ihre Funktionen – Prof. Dr. Hans Oswald
- Prävention von Gewalt gegen Frauen: Männlichkeitsbilder verändern – Dr. Anita Heiliger
- Starke Typen, starke Jungen!? – Männerbilder in den Medien – Dr. Guido Zurstiege
- Anatomie eines Ehrdelikts – Prof. Dr. Werner Schiffauer
Der Vorsitzende der Landeskommission Berlin gegen Gewalt, Staatssekretär Thomas Härtel, erklärt: "Gewaltkriminalität und Gewaltdelinquenz wird in ganz überwiegendem Maße von Männern ausgeübt. Von den Delikten gegen die sexuelle Selbstbestimmung und solchen der häuslichen Gewalt abgesehen, sind Männer aber auch oft Opfer von Gewalt – sogar weitaus öfter als Frauen und Mädchen. Die geschlechtsspezifische Dimension von physischer Gewalt ist immer noch nicht in ausreichendem Maße im Blick der Öffentlichkeit und hat noch viel zu wenig Eingang in die Debatte um Gewaltprävention gefunden. Ich hoffe, dass wir mit der neuen Ausgabe des Berliner Forums Gewaltprävention eine breite Öffentlichkeit für dieses Thema interessieren und sensibilisieren können."
Die Dokumentation kann schriftlich bestellt werden bei der
Geschäftsstelle der Landeskommission Berlin gegen Gewalt, Beuthstr. 6 - 8, 10117 Berlin.
Briefmarken im Wert von 1,44 Euro (Versandkosten) müssen beigelegt werden.
Die Broschüre wird auch im Internet veröffentlicht unter www.berlin-gegen-gewalt.de.
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