Minderheitenförderung in Brandenburg stabil und verläßlich

Kulturministerin Prof. Dr. Johanna Wanka hat die brandenburgische PDS vor weiteren Falschaussagen zur Minderheitenpolitik der Landesregierung gewarnt. "Angesichts der jahrzehntelangen Demokratiedefizite der DDR, die den Sorben ein Mitspracherecht faktisch verweigerten, ist es nahezu schizophren, wenn ausgerechnet die PDS der Landesregierung Untätigkeit in der Minderheitenpolitik vorwirft", so die Ministerin.

25.08.2004 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Wanka bekräftigte: "Um die Autonomie des sorbischen Volkes zu stärken, haben Brandenburg und Sachsen die Stiftung für das sorbische Volk geschaffen, die die Kulturförderung in eigener Verantwortung übernimmt. Die Förderung der Stiftung genießt im Geschäftsbereich des Kulturministeriums eine Ausnahmestellung, da die Stiftung trotz aller Sparzwänge bislang in weitest gehendem Umfang von Kürzungen verschont bleiben konnte. Die Landesregierung beabsichtigt auch zukünftig die Fortführung der bisherigen Förderpraxis auf hohem Niveau."

Das Land Brandenburg hat in der Zeit seines Bestehens mehr als 30 Millionen Euro zur Unterstützung der Stiftung für das sorbische Volk und ihrer unselbständigen Vorgängereinrichtung aufgewendet. In diesem Jahr stehen 2,7 Millionen Euro als Landeszuschuss zur Bewahrung und Fortentwicklung der sorbischen Kultur zur Verfügung. Das Land beabsichtigt, seinen Beitrag auch 2005 stabil zu halten.

"Angesichts enger werdender finanzieller Spielräume des Landes werden auch die für Minderheitenförderung eingesetzten Mittel in der öffentlichen Diskussion zunehmend hinterfragt. Aber gerade die Minderheitensituation der Sorben begründet ihren besonderen Unterstützungsbedarf. Dafür hat sich die Landesregierung stets eingesetzt", so die Ministerin weiter.

Seit Bestehen des Landes Brandenburg konnte die sorbische Sprache und Kultur stabilisiert werden. So ist es gelungen, die Zahl der Sorbisch lernenden Schüler seit der Wende zu verfünffachen. In Zukunft soll über die Witaj-Projekte verstärkt der Spracherwerb im Vorschulalter angestrebt werden. Durch die Förderung über die Sorbenstiftung erhielt darüber hinaus die ganze Fülle der sorbischen Kultur seit der Wende positive Impulse.


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