Minister Udo Corts ehrt Wolfgang Strutz mit dem Verdienstkreuz am Bande

Der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, hat heute dem Präsidenten der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft und Mitbegründer der Stiftung Tumorforschung Kopf / Hals in Wiesbaden, Wolfgang Strutz, das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht.

29.11.2004 Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Die Auszeichnung verleiht der Bundespräsident für besondere Verdienste um das Allgemeinwohl. Minister Corts hob das Wirken von Wolfgang Strutz als Förderer der Wissenschaft und des Sports hervor: "Herr Strutz hat sein unternehmerisches Geschick stets zum Wohle anderer eingesetzt. Als Präsident von Senckenberg wartete er nicht auf Mittel des Staates, sondern fand eigene Wege, Gelder einzuwerben. Er versteht es, Wissenschaft auch jungen Leuten interessant zu vermitteln, setzt sich darüber hinaus für Kranke ein und pflegt noch dazu den Gemeinschaftssinn im Sport. Ich freue mich, soviel Engagement heute würdigen zu können."

Nach dem Abitur 1953 absolvierte Wolfgang Strutz eine Lehre bei der Commerzbank in Mainz und war dort bis 1966 als Prokurist tätig. Anschließend war er Generalbevollmächtigter, persönlich haftender Gesellschafter und Sprecher des Vorstandes der Frankfurter Bank, jetzt ING BHF-BANK AG (ING). Nach der Übernahme der Frankfurter Bank durch die ING schied er 1997 aus dem Vorstand aus und wurde dann zum Stellvertretenden Vorsitzenden des Verwaltungsrates gewählt.

Seit 1992 gehört Wolfgang Strutz dem Verwaltungsrat der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft (SNG) an und ist seit 1999 Präsident. Als Höhepunkt seiner Tätigkeit gilt die Modernisierung und Wiedereröffnung des Forschungsinstituts und Naturmuseums Senckenberg im Herbst 2003. Das Forschungsinstitut und Naturkundemuseum Senckenberg hat dadurch weiter an internationalem Ansehen gewonnen und ist zu einem viel beachteten Anziehungspunkt für naturwissenschaftlich interessierte Besucher aus ganz Deutschland geworden.

Wolfgang Strutz war im Jahr 1993 Mitbegründer der Stiftung Tumorforschung Kopf / Hals Wiesbaden und bis 2002 Vorsitzender ihres Kuratoriums. Seither agiert er als Vorsitzender des Stiftungsrates. Die von ihm geleitete Stiftung stellt ein richtungsweisendes Fördermodell dar, das den gegenwärtigen forschungspolitischen Anforderungen gerecht wird und vielen Betroffenen zugute kommt.

Auf vielseitige Weise setzte sich Strutz für den Sport ein: Er gehörte mehrere Jahre den Leitungsgremien der Deutschen Olympischen Gesellschaft an. Ab 1985 war er Mitglied des Präsidiums und wirkte von 1988 bis 1991 als Präsident und Mitglied des Nationalen Olympischen Komitees. Seit 1989 ist er im Kuratorium der Deutschen Sporthilfe aktiv. In dieser Funktion hat er die Stiftung materiell kontinuierlich unterstützt. Außerdem setzt er sich seit 1990 als Kuratoriumsmitglied bei "Fair geht vor", einer Initiative des deutschen Sports, ein. In den verschiedenen Gremien der Sportförderung engagierte er sich in vorbildlicher Weise für die Belange des Spitzen- und Breitensports. Seine Aufmerksamkeit gilt in diesem Zusammenhang vor allem der gemeinschaftsstiftenden und völkerverbindenden Funktion des Sports.

Außerdem engagierte sich Wolfgang Strutz in wirtschaftlichen Kammern und Verbänden: So war er unter anderem in den siebziger Jahren ein Jahr lang Sprecher der Jungen Unternehmer Rheinhessen und Rheinland-Pfalz sowie von 1972 bis 1980 Mitglied diverser Ausschüsse bei der Industrie- und Handelskammer Rheinhessen. Aktiv war er von 1984 bis 1988 bei der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main; seit 1998 ist er Seniorberater für junge Existenzgründer in Mainz. Außerdem war Wolfgang Strutz von 1992 bis 1998 Mitglied des Beirats der Landeszentralbank Hessen. Im Bundesverband deutscher Banken war er von 1990 bis 1998 Mitglied des Vorstandes, von 1996 bis 1998 Vorsitzender des Ausschusses für Regionalbanken sowie von 1992 bis 1998 Mitglied im Ausschuss für Kreditpolitik.


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