Minister-Verhandlung mit Stiftung Preußischer Kulturbesitz erfolgreich

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat in einem Schreiben vom 13. September dem Sächsischen Kunstministerium mitgeteilt, dass 309 Exponate des Dresdner Landesmuseums für Vorgeschichte zurückgegeben werden. Diese waren 1952 und 1957 auf Weisung der DDR-Staats- und Parteiführung im Rahmen von Zentralisierungmaßnahmen (so genannte "Profilierung der DDR-Hauptstadt Berlin") von Dresden nach Berlin geschafft worden. Sie befinden sich derzeit noch im Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin.

16.09.2004 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Damit sind mehrmonatige Verhandlungen des Ministeriums, die auch Kunstminister Dr. Matthias Rößler persönlich übernommen hatte, zu einem Erfolg geführt worden. Eine entsprechende Rückgabevereinbarung, die bereits von der Stiftung unterschrieben worden ist, wurde heute vom Minister gegengezeichnet.

Zu den Objekten, die in sächsisches Eigentum zurückgeführt werden, gehören u.a. Ringe, Perlen, Armreife (Bronze), Anhänger (Bronze), Schnallen, Knöpfe, Fibeln, Dolche, Äxte, Beile, Töpfe, Näpfe, Becher, Kannen u.v.m. - archäologische Funde aus ganz Deutschland.

Minister Rößler: "Ich bedanke mich sehr bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz für die konstruktive Zusammenarbeit. Wir sind froh, dass wir altes Eigentum in den Freistaat Sachsen zurückholen und unsere Sammlungsbestände erweitern können. Wir wollen die Stücke gern bald den Sachsen und ihren Gästen zeigen."

Nach der Rückgabe der Museumsgüter wollen sich die Museen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit sächsischen Museen zu weiteren Kooperationen und möglichen Leihgaben verständigen. Das Sächsische Kunstministerium wird dies unterstützen.


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