Ministerien und Sportverbände unterstützen brandenburgischen Kanutourismus

Mit einer heute gemeinsam unterzeichneten Vereinbarung setzen der Landessportbund Brandenburg e.V. und der Landes-Kanu-Verband Brandenburg (LKV) mit den zuständigen Ministern für Bildung, Holger Rupprecht, und Umwelt, Dr. Dietmar Woidke, Maßstäbe für den Interessenausgleich von Sport und Naturschutz. In der Vereinbarung werden Grundsätze und Maßnahmen zur naturverträglichen Sportausübung bei der Befahrung sensibler Wasserwanderwege im Land Brandenburg festgelegt.

30.08.2005 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

"Die Vereinbarung ist ein Gewinn für den Tourismus und die Umwelt unseres Landes. Denn wir müssen unsere natürlichen Schönheiten erhalten und unseren sportorientierten Gästen Zugang zu diesen Schönheiten gewähren. Das geht nur im gegenseitigen Ausgleich", sagten die zuständigen Minister Rupprecht und Woidke. "Mit Unterzeichnung einer Vereinbarung verpflichten sich die Partner, die touristische Nutzung der Gewässer sowie die Schaffung von Wasserwanderwegen im gegenseitigen Einvernehmen zu koordinieren."

Sport und Naturschutz unterstreichen mit der Vereinbarung das gemeinsame Ziel der Erhaltung und des Schutzes dieser ökologisch intakten Naturräume. Behörden und Verbände wollen künftig noch enger zusammen arbeiten und attraktivere Angebote für einen naturverträglichen Kanutourismus in Brandenburg ermöglichen.

Wenn beispielsweise in sensiblen Bereichen (vor allem Naturschutzgebiete und Natura 2000-Gebiete) aus naturschutzfachlicher Sicht Nutzungsbeschränkungen erforderlich sind, soll gemeinsam nach differenzierten Lösungen gesucht werden. Besonders sensible Bereiche in Naturschutzgebieten, in denen ein Kanubefahrungsverbot festgesetzt wird, werden von den Sportverbänden anerkannt.

Der LKV wird seine Mitglieder über die Vereinbarung unterrichten sowie in Fortbildungsprogrammen über die Bereiche Ökologie, Naturschutz sowie naturverträgliche Sportausübung Kenntnisse vermitteln. In Abstimmung mit den zuständigen Naturschutzbehörden sollen Mitglieder des LKV auch Gewässerpflegemaßnahmen durchführen.

Welche Einzelregelungen für das Befahren von Gewässern bestehen, darüber informiert der LKV für Brandenburg im Internet www.kanu.de. Bei Bauten an Wehren, Schleusen oder Staudämme wird künftig geprüft, inwieweit die Kanu-Befahrbarkeit erleichtert werden kann.

Das MLUV unterstützt aktiv die Umweltbildungsarbeit des LKV etwa durch die Bereitstellung von Referenten für Ökologieschulungen und zum Erwerb von Zertifikaten/Lizenzen für naturverträgliches Kanuwandern.


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