Ministerin Hohlmeier gibt Preisträger 2004 für den Sportpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten bekannt

"Mit dem Sportpreis des Ministerpräsidenten werden nicht nur sportliche Erfolge, sondern vor allem die Persönlichkeit jedes einzelnen Sportlers gewürdigt", erklärte Kultusministerin Monika Hohlmeier anlässlich der Bekanntgabe der Preisträger 2004. Es werden Personen und Initiativen ausgezeichnet, die die positive Bedeutung des Sports überzeugend vermitteln. "Die Preisträger 2004 sind Sympathieträger und Vorbild für unsere Jugend", so Hohlmeier. "Mit dem Sportpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten erfährt der vielseitige Hochleistungssportler ebenso Anerkennung wie der Nachwuchssportler. Eine beispielhafte Innovation, eine herausragende Präsentation oder das sportliche Lebenswerk sind weitere Kategorien. Es gibt aber auch einen 'Jetzt-erst-Recht-Preis' und eine Auszeichnung für den 'Botschafter des Bayerischen Sports'". Darüber hinaus vergibt Ministerpräsident Stoiber einen "Persönlichen Preis des Bayerischen Ministerpräsidenten".

23.06.2004 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Ausgezeichnet werden:

Dr. Irene Epple-Waigel aus Seeg in der Kategorie "Hochleistungssportlerplus"

Mit dieser Auszeichnung werden Personen geehrt, die neben sportlichen Höchstleistungen auch auf einem anderen Gebiet herausragende Ergebnisse aufweisen. Dr. Epple-Waigel erlebte in ihrer sportlichen Karriere als Skirennläuferin alle Höhen (u.a. Vizeweltmeisterin 1978 und Olympiazweite 1980), begann nach dem Ende ihrer Karriere ein Studium der Medizin, das sie wiederum sehr erfolgreich mit Staatsexamen und Promotion abschloss. Ihr intensives soziales Engagement zeigt sich besonders in ihrem Einsatz für Menschen mit Behinderung und für Kinder. So gehört sie der Stiftung "Bündnis für Kinder - gegen Gewalt" an und ist Schirmherrin der Stiftung "Kindergesundheit".

Dr. Thomas Gruber aus München und Norbert Schied aus Planegg mit derMountainFreak Tour in der Kategorie "Innovation im Sport"

Die von Dr. Thomas Gruber und Norbert Schied ins Leben gerufene Initiative "MountainFreak Tour" präsentiert die Vielfalt des Wintersports in einer zeitgemäßen Form. Neueste sportwissenschaftliche und didaktische Methoden werden bei der "MountainFreak Tour" mit einem hohen Erlebnisfaktor gekoppelt und erschließen so für Jung und Alt den Wintersport in all seinen Facetten. 50.000 Besucher, davon 10.000 Jugendliche im Alter von 6-18 Jahren, sind die stolze Bilanz aus zwei Jahren "MountainFreak Tour". Dr. Thomas Gruber und Norbert Schied haben beispielhaft gezeigt, wie durch eine zündende Idee, die in ein schlüssiges Konzept mündet, breite Bevölkerungsschichten für den Sport begeistert werden können.

Magdalena Neuner aus Wallgau sowieTimo Wirsching aus Augsburg in der Kategorie "Herausragende(r)Nachwuchssportler(in)"

Magdalena Neuner (17) ist im deutschen Biathlonsport der Frauen seit Jahren in ihrer Altersklasse ungeschlagen und kann auf beachtliche Erfolge zurückblicken: Nach drei Siegen bei Deutschen Meisterschaften sorgte sie dieses Jahr bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Haute Maurienne (Frankreich) für Furore: Als bisher jüngste Siegerin gewann sie die Goldmedaille im Sprint und in der Staffel.

Timo Wirsching gewann im Kanu nach mehreren Mannschaftsmeistertiteln und zwei Siegen bei den Deutschen Meisterschaften im Einzel in seinem ersten Juniorenjahr (2002) auf Anhieb den Weltmeistertitel im Einzel und den Vizeweltmeistertitel mit der Mannschaft. Im vergangenen Jahr bestätigte er seine Ausnahmestellung durch den Junioren-Europameistertitel. Mit seinen erst 18 Jahren ist er schon jetzt eine feste Größe im Kanu-Hochleistungssport.

Rudi Houdek aus Starnberg in der Kategorie "Herausragender Förderer desSports"

"Tue Gutes und rede nicht darüber." Es gibt kaum jemanden in der bayerischen Sportlandschaft, auf den dieses Lebensmotto so zutrifft wie auf Rudi Houdek. Er hat bei unzähligen Gelegenheiten in der ihm eigenen, unaufdringlichen Art stets sein großes Herz für den Sport bewiesen. So hat er schon oft auf unkomplizierte Weise geholfen und scheinbar Unmögliches möglich gemacht. Seinem Engagement und seiner Unterstützung verdanken viele klingende Namen in der bayerischen Sportszene ihren heutigen Spitzenplatz.

Gerd Schönfelder aus Kulmain in der Kategorie "Jetzt-erst-recht-Preis"

Schon vor seinem tragischen Unfall, bei dem er seinen rechten Arm verlor, war Gerd Schönfelder ein begabter Sportler. Mit eisernem Willen und dem Kämpferherz des Sportlers nahm er diesen Schicksalsschlag als Herausforderung an und zählt heute mit 17 Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften und den Paralympics zu den weltweit erfolgreichsten Behindertensportlern.
Seine besondere sportliche Leistungsfähigkeit zeigt sich nicht nur als Skiabfahrtsläufer, sondern auch, wenn er in seinem Heimatverein SV Kulmain in der ersten Mannschaft in der Bezirksliga Fußball spielt. Schönfelder gibt anderen Menschen mit Behinderung ein Beispiel für die Verwirklichung des "Jetzt erst recht"-Gedankens mit Hilfe des Sports.

Herbert Jung aus München in der Kategorie "Herausragende Präsentation desSports"

Diese Auszeichnung wird für sachliche, informative und faire Berichterstattung zum Sport in den Medien verliehen. Herbert Jung ist ein Sportjournalist par excellence, dessen Spezialgebiet der Wintersport ist. Seine Tätigkeit als Sport-Reporter und Redakteur sowie seine exzellente Arbeit in den 37 Jahren als Ressortleiter bei einer großen deutschen Boulevardzeitung waren stets von großer Sachkenntnis und persönlicher Integrität geprägt.

Klaus Kotter aus Prien/Chiemsee sowieSepp Lenz aus Schönau am Königssee in der Kategorie "SportlichesLebenswerk"

Klaus Kotter hat durch seine jahrzehntelange unermüdliche Arbeit auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene den Bob- und Schlittensport gefördert und so bayerischen Rodlern den Weg zu internationalem Ruhm geebnet. Unter seiner Ägide hat der bayerische und deutsche Bob- und Schlittensport einen enormen Aufschwung erlebt. Seinem großen Geschick bei der Zusammenführung der beiden deutschen Verbände nach der Wiedervereinigung ist es zu verdanken, dass diese Sportart heute auf großes Interesse in der breiten Öffentlichkeit stößt.
Seine sportpolitische Karriere führte ihn bis an die Spitze des Bob-Weltverbandes und in das IOC, das ihn 1995 mit dem olympischen Orden auszeichnete.

Sepp Lenz ist im Rodelsport eine Institution. Mit 91 Medaillen, die er als Trainer bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften errang, hat er Sportgeschichte geschrieben. Auch ein schwerer Unfall in der Winterberger Eisröhre - beim Schneefegen wurde er von einem Schlitten erfasst und verlor sein linkes Bein unterhalb des Knies - konnte seine Liebe zum Rodeln nicht erschüttern. Schon einen Monat nach diesem tragischen Unfall erschien der Bundestrainer Lenz wieder zum Dienst und führte kurz darauf das deutsche Team bei den Olympischen Spielen 1994 in Lillehammer zu großartigen Erfolgen.

Manfred Nerlinger aus München in der Kategorie "Botschafter desBayerischen Sports"

Manfred Nerlinger ist mit 30 Medaillen, die er zwischen 1984 und 1995 bei Europa- und Weltmeisterschaften sowie Olympischen Spielen im Superschwergewicht im Gewichtheben errang, der erfolgreichste Gewichtheber, den Bayern je hervorgebracht hat. Trotz seiner Erfolge hat er die Bodenhaftung nie verloren. Er verkörpert wie kein anderer in der Gewichtheberszene bayerische Lebensart und dies in sympathischer und im besten Sinne volkstümlicher Art.

Der Persönliche Preis des Bayerischen Ministerpräsidenten wird erst im Verlauf der Veranstaltung bekanntgegeben.

Die Auswahl der Preisträger erfolgte durch eine unabhängige Jury, die mit fachkundigen Vertretern aus Sport, Wirtschaft und Politik hochrangig besetzt ist: Josef Ambacher, Präsident des Bayerischen und Deutschen Sportschützenbunds; Klaus Pohlen, Leiter des Olympiastützpunkts Bayern; Norbert Geißler, Geschäftsführer der Geissler Montage- und Verwaltungs-GmbH als Vertreter von Industrie und Wirtschaft; Monika Hohlmeier, Bayerische Staatsministerin für Unterricht und Kultus, als Juryvorsitzende; Erwin Huber, Staatsminister und Leiter der Bayerischen Staatskanzlei; Prof. Dr. Peter Kapustin, früherer Präsident des Bayer. Landes-Sportverbands und Mitglied des Arbeitskreises Sportwissenschaft und Sport der Universitäten in Bayern; Marianne Kreuzer, Redaktionsleiterin "Magazine" beim Bayerischen Fernsehen, als Vertreterin von Presse, Funk und Fernsehen; Reiner Krippner, Präsident des Bayer. Behinderten- und Versehrtensportverbands; Rosi Mittermaier-Neureuther als Vertreterin der Spitzensportler; Dr. Jürgen K. Nehls, Vorstandsmitglied der Stiftung Deutsche Sporthilfe, und Siegfried Schneider, MdL, Vorsitzender des Bayerischen Landes-Sportbeirats.

Der Sportpreis des Ministerpräsidenten besteht aus einem künstlerisch gestalteten Glasobjekt, einer Ehrennadel und einer Urkunde und ist mit einer staatlichen Donation von 10.000 Euro je Preisträger verbunden, die zum Ziel hat, die mit der Preisvergabe ausgezeichnete Maßnahme bzw. Aktivität fortführen zu helfen.

Der Festakt wird von dem bekannten Sportjournalisten Gerd Rubenbauer moderiert, der im letzten Jahr selbst Preisträger in der Kategorie "Herausragende Präsentation des Sports" war.

Hinweis an die Redaktionen: Bitte auch an die Sportredaktionen weiterleiten! Der Festakt findet im Rahmen der Sommer-Ispo statt
am Montag, 5. Juli 2004, 18.30 Uhr
im Auditorium, Saal 1, ICM-Internationales Congress Center München


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