Ministerin Wanka ebnet Weg für Dokumentation zum Jagdschloss Stern-Parforceheide

Kulturministerin Prof. Dr. Johanna Wanka hat am Nachmittag einen Förderbescheid über 3160 Euro an den Förderverein Jagdschloss Stern-Parforceheide überreicht. Mit dem Geld soll eine Publikation über das Jagdschloss erstellt werden. Sie soll noch im Sommer 2004 erscheinen.

21.06.2004 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Das Jagdschloss Stern gehört zur Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG), und war vor kurzem nach langjähriger Schließung wiedereröffnet worden. Beim Vor-Ort-Termin dankte die Ministerin dem im Herbst 2003 gegründeten Förderverein: "Einmal mehr erleben wir hier in Potsdam, wie durch bürgerschaftliches Engagement kulturelles Erbe zu neuem Leben erweckt wird." Der rund 30köpfige Verein hatte in Kooperation mit der SPSG erreicht, dass das Schloss in den Sommermonaten für Besucher wieder offen steht und will es als Kulturstandort weiterentwickeln.

Die Geburtsstunde der Parforceheide fällt in das Jahr 1724, als auf Befehl Friedrich Wilhelm I. mit der Umgestaltung des Waldes bei Gütergotz (Güterfelde), Neuendorf, Stolpe und Drewitz in neue Tiergärten für die Parforcejagd begonnen wurde. Dabei wurden sternförmig ursprünglich 16 geradlinige Schneisen in den Wald geschlagen, wodurch die Jäger bei der Verfolgung des Wildes einen besseren Überblick hatten. Das heutige Jagdschloss Stern mit zugehörigem Stallgebäude entstand dann 1730 bis 1733 im Zentrum des Jagdsterns und der Parforceheide. Im Auftrag Friedrich Wilhelm I wurde das Jagdschloss im holländischen Stil erbaut. Es wurde unmittelbar Vorbild für die Bürgerhäuser im Holländischen Viertel in Potsdam.


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