Nordrhein-Westfalen lehnt schulformübergreifende Schüleridentifikationsnummer ab

Die Landesregierung wird in der Kultusministerkonferenz der Einführung einer Identifikationsnummer, die jeden Schüler über die gesamte Schullaufbahn begleitet, nicht zustimmen.

20.10.2006 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Schulministerin Barbara Sommer: "Wir brauchen keine solchen Identifikationsnummern von allen Kindern und Jugendlichen, um die Wirksamkeit bildungspolitischer Maßnahmen zu überprüfen. Es reicht aus, wenn die Schulen Informationen über ihre jeweiligen Schüler - die nicht über das hinausgehen, was dort ohnehin bekannt ist - in anonymisierter Form jährlich übermitteln." Diese Lösung, die in Gesprächen mit der Landesbeauftragten für den Datenschutz in Nordrhein-Westfalen entwickelt wurde, wird NRW der Kultusministerkonferenz im Rahmen des vereinbarten öffentlichen Arbeitskreises zum Thema vorstellen. Ministerin Sommer betont: "Nordrhein- Westfalen wird keiner Regelung zustimmen, die nicht die Anforderung des Datenschutzes einhält."

Die Kultusministerkonferenz traf auf ihrer Sitzung noch keine Entscheidung. Es wurde vielmehr beschlossen, die Erfassung von Schülerdaten zum Thema eines öffentlichen Arbeitskreises unter Einbeziehung von Wissenschaftlern und Medienvertretern zu machen.


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