Präsentation des II. Teils der Edition des Briefwechsels zwischen König Ludwig I. von Bayern und Leo von Klenze in der Neuen Pinakothek in München

Anlässlich der Präsentation des II. Teils der Edition des Briefwechsels zwischen König Ludwig I. von Bayern und Leo von Klenze in der Neuen Pinakothek am Montagabend in München hob Wissenschaftsminister Thomas Goppel die Bedeutung der umfangreichen Materialsammlung hervor.

26.11.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Goppel: "Der Briefwechsel ermöglicht uns spannende Einblicke in eine wichtige Epoche unserer bayerischen Geschichte. Er gibt uns Aufschluss über Ludwigs Kunstkönigtum und die Entscheidungsprozesse, die den einzelnen Projekten vorausgingen. Wir erhalten so ein umfassendes Bild der Bautätigkeit König Ludwigs I." Der Briefwechsel zwischen dem Kronprinzen und späteren König und Leo von Klenze setzt im Jahr 1815 ein und erstreckt sich in unterschiedlicher Intensität über ein halbes Jahrhundert bis kurz vor Klenzes Tod im Jahr 1864. Gegenstand der Briefe sind die von Klenze geplanten und ausgeführten Bauten, städtebauliche Konzepte, Ankäufe für die Kunstsammlungen, grundsätzliche ästhetische und kunsttheoretische Fragen, aber auch tagespolitische Aspekte sowie die persönlichen Beziehungen des Königs. "Die Edition ist ein Meilenstein für die landesgeschichtliche Wissenschaft in Bayern. Projekte wie dieses tragen dazu bei, unser historisches Erbe lebendig zu halten", so der Minister.

Der erste Teil der umfangreichen Korrespondenz konnte bereits im Januar 2004 der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Ediert wurden über 500 Briefe der Kronprinzenzeit von 1814 bis 1825, in der die großen Bauprojekte wie Glyptothek, Walhalla, Alte Pinakothek sowie die Stadterweiterung Münchens konzipiert wurden. Im nun vorliegenden zweiten Teil des Editionsprojekts geht es vor allem um die Realisierung der genannten Bauvorhaben. Auch er besteht aus drei Bänden, die den Briefwechsel aus den 22 Jahren der Regierungszeit Ludwigs I. von 1825 bis 1848 enthalten. Leiter des Editionsprojekts ist der hochangesehene, frühere Inhaber des Lehrstuhls für Didaktik der Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Professor Hubert Glaser.


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