Ralf Stegner: Integrationsmanager soll Zuwanderern noch gezielter helfen
Schleswig-Holstein wird die Beratung von Migranten im nächsten Jahr weiter intensivieren. In den landesweit 33 Beratungsstellen sollen die Zuwanderer noch stärker als bisher gezielte Hilfen zur Integration erhalten.
18.09.2006 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur Schleswig-Holstein"Die Migranten sollen aktiv am gesellschaftlichen Leben in Deutschland teilhaben können", sagte Stegner am Montag (18. September) in Kiel. Innenministerium, Sozialministerium und der Landessportverband hatten zu einer Veranstaltung unter dem Titel "Integration durch Partizipation" eingeladen. Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, wie junge Migranten in größerem Umfang zur Übernahme von Aufgaben in Vereinen und Verbänden motiviert werden können und was die Organisationen selbst tun können, um attraktiver für junge Migranten zu werden.
Stegner sprach im Zusammenhang mit der zielgenaueren Migrationsberatung von einem Zuwanderer-Integrationsmanagement. Der so genannte Integrationsmanager soll Zuwanderer dabei unterstützen, dass sie ihr Leben so früh wie möglich selbstständig gestalten können, ohne beispielsweise auf Sozialleistungen angewiesen zu sein. Nach Ansicht von Stegner müssen die Integrationsmanager mit den Arbeitsgemeinschaften zwischen Kommunen und Arbeitsagentur (ARGE) zusammenarbeiten. Eine weitere wichtige Aufgabe sieht der Minister darin, für den Zuwanderer den jeweils richtigen Sprachkurs zu finden, um die deutsche Sprache zu erlernen.
In allen Kreisen und kreisfreien Städten gibt es seit 1999 ein qualifiziertes migrationspezifisches Beratungsangebot. Das Land stellt in diesem Jahr rund 1,8 Millionen Euro für die Migrationsozialberatung zur Verfügung. "Wo tatsächlich Bedarf ist, hilft das Land", sagte Stegner. Das Angebot an Beratungsstellen in Schleswig-Holstein sei flächendeckend, bedarfsgerecht und wohnortnah. Das Land achte bei der Vergabe der Fördergelder darauf, dass in den Beratungsstellen eine qualitativ hochwertige Integrationsbegleitung der Neuzuwanderer gewährleistet werde. Träger der Beratungsstellen sind die Wohlfahrtsverbände und die Kommunen.
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