Rettung des Pfarrhauses in Groß Döbbern beginnt

Einen Bescheid über 18.750 Euro hat Brandenburgs Kulturministerin Prof. Dr. Johanna Wanka heute vor Ort an den Förderverein Pfarrhaus Groß Döbbern übergeben. Damit kann die dringend erforderliche Notsicherung des betagten Gebäudes beginnen.

07.07.2006 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Das alte Pfarrhaus Groß Döbbern ist das letzte Fragment eines einstigen Pfarrgehöftes mit Pfarrgarten. Als eines der ältesten Gebäude des Ortes bildet das Alte Pfarrhaus mit Kirche und Schule die historisch wertvolle Dorfmitte. Es wurde 1995 unter Denkmalschutz gestellt. Durch den seit 1970 andauernden Leerstand ist der bauliche Zustand sehr schlecht und der Schornstein bereits eingestürzt.

"Gerade die Unterstützung privater Denkmaleigentümer und Initiativen zur Rettung und Wiederbelebung von Denkmalen liegt mir besonders am Herzen. Das Kulturministerium versucht in jedem Jahr, entsprechende Projekte zusammen mit dem jeweiligen Landkreis zu unterstützen", betonte Wanka.

Insgesamt werden zunächst 25.000 Euro eingesetzt, davon stellt das Kulturministerium 18.750 Euro zur Verfügung, der Landkreis Spree-Neiße 1.700 Euro. 4.550 Euro Eigenmittel steuert der antragstellende Förderverein bei. Der Verein hat abgesehen von der Sicherung des Denkmals bereits sehr konkrete Vorstellungen über die schrittweise Sanierung und Nutzbarmachung des Gebäudes für die Zeit nach der Sicherung. Geplant sind Feste und kleinen Ausstellungen über die Ortsgeschichte sowie Kunstprojekte. Besonderer Wert wird dabei der Akzeptanz der Bevölkerung beigemessen, die das Gebäude wieder als Dorfmitte und Treffpunkt wahr- und annehmen soll.


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