Rettung für die Wittstocker Marienkirche
In Wittstock haben heute Kulturministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und Infrastruktur-staatssekretär Reinhold Dellmann einen Zuwendungsbescheid für die dringend not-wendige Sanierung der Marienkirche übergeben.
22.11.2005 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes BrandenburgAn dem Gotteshaus waren insbe-sondere Besorgnis erregende Schäden an Dach und Dachtragwerk festgestellt wor-den. Im Rahmen der "Konzertierten Denkmalhilfe" werden für die Sanierung nun von Kultur- und Infrastrukturministerium 100.000 Euro bereitgestellt, weitere 25.000 Euro steuert der Bauherr bei.
Kulturministerin Wanka würdigte bei der Übergabe der Gelder insbesondere auch den Einsatz der "Initiativgruppe St. Marien", die sich mit ungewöhnlichen Aktionen um die Einwerbung von Spenden bemüht, so zum Beispiel mit Patenschaften für Dachbalken: "Die Initiative sorgt mit ihrem Engagement dafür, dass die Marienkirche nicht nur stark im Bewusstsein der Wittstocker verankert ist, sondern ihre Bedeutung auch weit über die Stadtgrenzen hinaus wahrgenommen wird."
Staatssekretär Dellmann unterstrich: "Wir unterstützen das Kulturministerium, wo wir können im Rahmen der konzertierten Denkmalhilfe. Allein in diesem Jahr fördern wir im Rahmen der Städtebauförderung Vorhaben mit einem Volumen von über 600.000 Euro. Dank der guten Zusammenarbeit kann in Wittstock das Kirchendach saniert werden."
Die St. Marienkirche gehört zu den großen gotischen Backsteinhallenkirchen im Land Brandenburg. Das kreuzrippengewölbte, dreischiffige Bauwerk geht auf die 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück. Sein prägnanter 68 Meter hoher Turm erhielt 1704 seine barocke Haube. Auch die Innenausstattung ist unter anderem mit einem spätgotischen Flügelaltar von Claus Berg und einer Schuke-Orgel ausgesprochen sehenswert und zieht jedes Jahr zahlreiche Besucher an.
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