Sammelband über die "fünfte Gewalt"

Wie bilden die Abgeordneten des Deutschen Bundestages sich ihre Meinung? Weshalb gibt es ca. 1.760 beim Bundestag offiziell registrierte Lobbyisten? Wie üben die ca. 1.800 beim Bundestag registrierten Organisationen ihren Einfluss aus?

08.06.2006 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Dem Phänomen des Lobbyismus in Deutschland geht das Buch von

Thomas Leif und Rudolf Speth (Hrsg.): Die fünfte Gewalt. Lobbyismus in Deutschland,

nach, das ab sofort in der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit erhältlich ist.

Der Sammelband mit Beiträgen von namhaften Politikwissenschaftlern/innen, Journalisten/innen und Vertretern/innen aus der Praxis beleuchtet die tägliche Einflussnahme auf politische Entscheidungen durch Vertreter von Interessengruppen, Unternehmen und Wirtschafts­verbänden, die sich in der Regel abseits der öffentlichen Aufmerksamkeit vollzieht. Die Grund­satz­frage, wieweit sich Lobbyismus mit den Prinzipien der Demokratie verträgt, wird in mehreren Beiträgen diskutiert. Weitere Aufsätze beschäftigten sich mit den beteiligten Personen, ihrer Vorgehensweise, ihrem Selbstverständnis und ihren Einflussmöglichkeiten.

Dass sich das Lobbying keineswegs mehr allein auf die "klassischen" Interessenvertreter von Wirt­schafts­­­­unternehmen und -verbänden beschränkt, sondern mittlerweile auch von den Kirchen oder Umweltgruppen für sich "entdeckt" worden ist, zeigen zwei weitere Analysen. Ein Beitrag lässt erkennen, wie die neu entstandenen Public-Affairs-Agenturen durch gezielte Medienkampagnen für Aufmerksamkeit sorgen.

Das 366 Seiten unfassende Buch kann gegen Entrichtung einer Bereitstellungspauschale in Höhe von 4,- Euro abgeholt werden in der Landezentrale für politische Bildungsarbeit Berlin:

An der Urania 4-10, 10787 Berlin-Schöneberg
(Nähe Wittenbergplatz), Tel.: 90 16 25 52

geöffnet:
Mo. - Mi.: 12 Uhr bis 16 Uhr
Do.: 12 bis 18 Uhr
Fr.: 10 bis 18 Uhr

Zusendungen sind leider nicht möglich.

Informationen auch unter www.landeszentrale-politische-bildung-berlin.de

Inhaltliche Rückfragen: Dr. Udo Wetzlaugk, Tel.: 90 16 25 56


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