Schafft die Lehrerinnen und Lehrer ab! Sie kosten nur Geld!
"Schluss mit lustig" ist für die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nach den gestrigen Haushaltsbeschlüssen der Landesregierung. "Wir werden die ständigen Beschlüsse gegen die Beschäftigten nicht tatenlos hinnehmen. Es kann nicht sein, dass die Lehrerinnen und Lehrer im Halbjahres-Rhythmus den Kopf für die verfehlte Finanzpolitik des Landes hinhalten müssen", sagte Dr. Kai Niemann, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), am Mitt-woch, 15. März 2006, in Kiel.
15.03.2006 Schleswig-Holstein Pressemeldung GEW Schleswig-HolsteinMinisterpräsident Carstensen und seiner Stellvertreterin, Bildungsministerin Erdsiek-Rave, bescheinigte der GEW-Landesvorsitzende "eine Glaubwürdigkeit wie die des Lügenbarons Münchhausen", weil das schwarz-rote Bündnis noch vor gut einem hal-ben Jahr beim Beschluss der letzten Arbeitszeitverlängerung weitere Maßnahmen zu Lasten der Beschäftigten ausgeschlossen habe. "Deshalb verwundert es auch nicht, dass der Ministerpräsident sich wie Münchhausen am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen will. Leider funktioniert so etwas nur im Märchen. In der Realität braucht der öffentliche Dienst eine solide Finanzierung durch höhere Einnahmen."
Aus Sicht der GEW sind nicht nur die Lehrerinnen und Lehrer Leidtragende der schwarz-roten Finanzpolitik. "Wer Lehrkräfte nur als lebendiges Sparpotenzial für den Landeshaushalt betrachtet, treibt ihre Motivation in den Keller. Darunter leiden die Bildungsqualität und damit auch die Kinder und Jugendlichen in den Schulen", so Kai Niemann. Statt für sie bessere Lernbedingungen zu schaffen, was angesichts schlechter PISA-Ergebnisse dringend erforderlich sei, verschlechtere das Land durch Sparen am falschen Ende ihre Zukunftschancen.
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