Schulstandort in Forchheim gut gewählt
Entschieden zurückgewiesen hat Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider die Kritik aus Nürnberg an der Festlegung der Berufsschulstandorte für Servicefachkräfte und Kaufleute für Dialogmarketing in Forchheim.
05.07.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und KultusIn der vergangenen Woche hatte Bayerns Kultusminister Schneider entschieden, dass in Forchheim und Regen ab dem kommenden Schuljahr Auszubildende für die zwei neuen Berufe im Dialogmarketing die Berufsschule besuchen können.
"Die Entscheidung zugunsten der Berufsschulstandorte fiel auf der Grundlage von fachlichen und strukturpolitischen Überlegungen", so Minister Schneider. Dabei wurde der Berufsschulstandort Forchheim von Seiten des zuständigen Fachverbandes, nämlich dem nordbayerischen Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Personal im Verbund Callcenter-Forum, sogar ausdrücklich ins Gespräch gebracht.
"Forchheim gehört zur Metropolregion Nürnberg und ist für Auszubildende aus allen drei fränkischen Regierungsbezirken gut erreichbar", entgegnete Minister Schneider auf die Vorwürfe aus Nürnberg. Zahlreiche Ausbildungsverträge für diese Berufe wurden in den Regionen Bamberg, Coburg, Kronach, Würzburg und Erlangen-Fürth-Nürnberg zugesagt.
Die Berufsschule Forchheim biete sehr gute räumliche und personelle Voraussetzungen für diese Ausbildungsrichtung, argumentierte der Minister. Sein Ministerium nehme auch den Landtagsbeschluss zur Stärkung des ländlichen Raumes ernst. "Wir dürfen nicht nur über den ländlichen Raum reden, wir müssen ihn auch nachdrücklich fördern", unterstrich Kultusminister Schneider. Bei der Ausbildung von Fachkräften im Dialogmarketing sei dies gut möglich.
Ausdrücklich dankte Kultusminister Schneider den Firmen der Branche für die zugesagten Ausbildungsplätze. "In dem Sie diese Ausbildungsplätze bereitstellen, sichern Sie nicht nur die Zukunft Ihres eigenen Unternehmens, sondern eröffnen auch jungen Menschen Zukunftschancen", würdigte der Staatsminister das Engagement der Dienstleistungsunternehmen. Als vorbildlich lobte der Minister das Engagement der Kammern bei der Akquise von Ausbildungsplätzen.
Experten gehen davon aus, dass durch die Ausbildung dieser qualifizierten Fachkräfte sich weitere Call-Center in Bayern ansiedeln. "Sollte sich die positive Prognose für die Entwicklung des Berufsbildes bestätigen, können in den nächsten Jahren möglicherweise weitere Berufsschulstandorte für diese neuen Ausbildungsberufe in Aussicht gestellt werden", so der Minister. Aber Prognosen sind noch keine unterschriebenen Ausbildungsverträge.
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