Staatsgalerie Stuttgart, Landesmuseum Württemberg, Linden-Museum und Staatliche Kunsthalle Baden-Baden werden zum 1. Januar 2008 in Landesbetriebe umgewandelt

Die Staatsgalerie Stuttgart, das Landesmuseum Württemberg, das Linden-Museum und die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden werden zum 1. Januar 2008 in Landesbetriebe umgewandelt. Dies hat der Ministerrat in seiner Sitzung am Dienstag beschlossen. Bis zum Jahr 2010 sollen die weiteren staatlichen Museen folgen.

13.12.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Kunstminister Frankenberg bezeichnete diese Entscheidung als wichtigen Schritt, die Eigenständigkeit der staatlichen Kultureinrichtungen zu stärken. "Die neue Organisationsform schafft für die Museen erweiterte Handlungsspielräume sowie größere Wirtschaftlichkeit und Transparenz in Finanzangelegenheiten. Damit können sie den Anforderungen, die an einen kundenorientierten modernen Kulturbetrieb gestellt werden, besser entsprechen."

Die Änderung der Betriebsform unterstütze die Museen bei ihrem Kerngeschäft, Sammeln, Erschließen, Forschen und Präsentieren, so der Minister. "Mit dem Landesbetrieb werden die organisatorischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hierfür weiter optimiert und die Verantwortlichkeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestärkt."

Ein wesentliches Umstellungsmerkmal ist die Änderung der Führungs- und Verwaltungsstruktur. "Mit dem aus einem wissenschaftlichen und einem kaufmännischem Direktor bestehenden Vorstand ist gewährleistet, dass Fragen der Wirtschaftlichkeit in alle Entscheidungsprozesse mit einbezogen werden", unterstrich der Minister.

Die bisherigen Erfahrungen mit dieser Betriebform seien Frankenberg zufolge positiv zu bewerten. Das Badische Landesmuseum ist bereits zum 1. Januar 2003 in einen Landesbetrieb gemäß § 26 LHO umgewandelt worden. "Die dortigen Museumsverantwortlichen sowie das Land sind mit den bislang erzielten Ergebnissen sehr zufrieden. Die Planungen sehen deshalb die Umwandlung sämtlicher staatlicher Museen in Landesbetriebe vor."

Für das Haus der Geschichte, die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe und das Naturkundemuseum Karlsruhe ist die Umstellung für das Jahr 2009 vorgesehen. Das Archäologische Landesmuseum und das Naturkundemuseum Stuttgart sollen im Jahr 2010 folgen.

Die neue Wirtschaftsführung mit betriebswirtschaftlicher Ausrichtung ermögliche, so Frankenberg, eine bessere Nutzung der verfügbaren Ressourcen. Die Einführung des kaufmännischen Rechnungswesens schaffe dabei die Grundlage für ein transparentes und aussagefähiges Berichtswesen, das wichtige Informationen für die betriebliche Steuerung liefert. "Auf dieser gesicherten finanziellen Basis sind die Landesbetriebe für die zukünftigen Anforderungen bestens gerüstet", sagte der Minister.


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