Staatsministerin Barbara Ludwig: Mit der friedlichen Revolution wurde ein wichtiges Kapitel deutscher Freiheitsgeschichte geschrieben

Zum Abschluss ihres offiziellen Japan-Programms ist die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Barbara Ludwig, heute (28. Juni 2005) am Komaba-Campus der "University of Tokyo", der renommiertesten staatlichen Universität Japans, zu Gast. Die Staatsministerin kommt auf Einladung junger japanischer Historikerinnen und Historiker.

28.06.2005 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Unter dem Titel "Wendezeit - Leben in Sachsen zwischen 1970 und heute - am Beispiel einer Biographie" berichtet die Ministerin über ihre persönlichen Erfahrungen in den Jahren um 1989 und über den Neubeginn in Sachsen. Die Ministerin setzt sich in ihrem Vortrag mit dem politischen System der DDR und dem Widerstand der Menschen auseinander und zeigt, wie ihre Familiengeschichte und ihr eigener politischer Lebensweg davon geprägt und beeinflusst wurden. Zu den Ereignissen im Herbst 1989 sagt die Ministerin: "Wir gingen auf die Straße für die Meinungs- und Pressefreiheit, für ein anderes Erziehungs- und Bildungssystem, für demokratische Grundrechte. Wir erlebten ein unglaubliches Glücksgefühl, das alle Ängste weg schob: Uns, die wir lange Zeit in unserem eigenen Land zu ersticken drohten, uns wuchsen jetzt Flügel."

Staatsministerin Barbara Ludwig: "Mit ihrer friedlichen Revolution haben die Menschen in der DDR ein wichtiges Kapitel deutscher Freiheitsgeschichte geschrieben. Ihr Mut und ihre Friedfertigkeit, ihre Demonstrationen und Gebete besiegten ein menschenverachtendes Regime. (.) Auf dem Weg des Zusammenwachsens sind wir bereits ein gutes Stück vorangekommen. Auch wenn vieles noch nicht so ist, wie wir uns das vielleicht wünschen. Doch wir müssen Geduld miteinander haben, in West- und Ostdeutschland, denn wir sollten nicht vergessen: Diesseits und jenseits der Mauer haben die Menschen vierzig Jahre lang nicht nur in unterschiedlichen, getrennten, sondern auch ganz gegensätzlichen Systemen gelebt."


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