Staatsministerin Barbara Ludwig übergibt Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

Die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Barbara Ludwig, übergibt am Dienstag, dem 13. Dezember 2005 um 13.30 Uhr im Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Wigardstraße 17, Raum 236 Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland an vier Bürgerinnen und Bürger, die durch ihr ehrenamtliches, außerordentliches und beispielhaftes Engagement Herausragendes für Sachsen geleistet haben.

09.12.2005 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Die Staatsministerin nimmt die Ehrung im Namen des Bundespräsidenten vor.

Es werden geehrt:

Sabine Schubert, Diplom-Betriebswirtin aus Ohorn, erhält das Verdienstkreuz am Bande für ihr Engagement um die Bildende Kunst. Sie gründete 1991 den Ernst-Rietschel-Kulturring e.V., der über 150 Ausstellungen Werke junger Künstlerinnen und Künstler vorgestellt und durch Kataloge begleitet hat. Durch die Partnerschaft mit der Galerie des Regierungspräsidiums Dresden hat der Verein Kunst und Verwaltung einander näher gebracht. Frau Schubert setzte sich ein für den Ernst-Rietschel-Kunstpreis für Bildhauer und für zahlreiche Veranstaltungen im 200. Jubiläumsjahr Rietschels 2004. Besondere Verdienste erwarb sie sich durch die Sicherung des Archivs und des künstlerischen Nachlasses des Malers und Grafikers Walter Nessler für Sachsen. Damit ist ein für die Kunstgeschichte und für die Geschichte der Dresdner Kunstakademie bedeutender Nachlass gerettet worden.

Prof. Dr.-Ing. habil. Horst-Dieter Tietz, Wissenschaftler, Hochschulrektor i. R., wird mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse geehrt für sein außerordentliches Wirken an der Technischen Hochschule Zwickau (Westsächsische Hochschule Zwickau (FH)). Tietz gelang es als Leiter des Zentrums "Konstruktionskeramik" an der TH Zwickau Staatsplanthemen der DDR in Forschungsprojekte zu überführen, die von der Bundesrepublik gefördert wurden. Diese waren Grundlage für die heutige Entwicklung der Zwickauer Forschungslandschaft. Er baute gleich nach der Wiedervereinigung eine moderne Hochschule mit einer akademischen Selbstverwaltung mit auf und schuf stabile Beziehungen zu europäischen und anderen Hochschulpartnern, vor allem in der Ukraine und Südamerika.

Wolfgang Weidlich, Antiquar und Buchhändler i. R., bekommt das Verdienstkreuz am Bande für seine Verdienste um die Stadtbibliothek seiner Geburtsstadt Chemnitz, die er seit der Wende fördert. Als erfolgreicher Antiquar, Verleger und Buchhändler aus Frankfurt am Main sammelt er kontinuierlich Bücherschenkungen. Bis heute hat Wolfgang Weidlich Bücher im Wert von mehreren hunderttausend Euro nach Chemnitz gebracht. Er ist Gründer des Vereins "Förderer der Stadtbibliothek Chemnitz e.V." und des "Wolfgang-Weidlich-Preises" zur Erforschung der Stadt- und Heimatgeschichte. Seine antiquarische Sammlung von Karten und Fotos zur Geschichte Sachsens ist von hohem wissenschaftlichen Wert.

Karl Lipsius, Musiklehrer aus Klingenthal, erhält die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland u. a. für seinen langjährigen ehrenamtlichen Einsatz für das Akkordeonorchester seiner Stadt. Er gehörte vor 40 Jahren zu den Gründern des Klangkörpers, der heute als "Werbeträger" des Klingenthaler Harmonikabaus gilt. Als Musiklehrer mit viel Einfühlungsvermögen hat er die Musizierfreude junger Menschen über Generationen geweckt und mit seinem Engagement zum Erhalt des Akkordeonorchesters auch nach der Wende Klingenthaler Musikgeschichte geschrieben.


Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden