Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Gerd Hoofe: Pilotprojekte zeigen neue Wege zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Familie und Beruf besser miteinander zu vereinbaren - das ist das Ziel der Lokalen Bündnisse für Familien. Vier besonders erfolgreiche Projekte haben sich heute in Berlin präsentiert. Ziel der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds ESF geförderten Pilotprojekte war es, innovative Lösungen zu entwickeln, die anderen Bündnissen als Beispiel dienen können.

19.10.2006 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

"Lokale Bündnisse für Familie bilden eine Plattform zur Vernetzung verschiedener Akteure und ermöglichen so völlig neue Formen der Zusammenarbeit", sagte der Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Gerd Hoofe. "In ihren zentralen Handlungsfeldern - Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Kinderbetreuung - haben die mittlerweile mehr als 340 Bündnisse große Erfolge vorzuweisen. Die Innovationspiloten zeigen, welche Fortschritte für Familien möglich sind, wenn vor Ort starke Partner zusammenarbeiten", unterstrich Hoofe.

Ein besonders erfolgreiches Beispiel für die gelungene Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist Hanau: Handwerksbetriebe, Arztpraxen, Verwaltung und Hallenbäder haben familienfreundliche Öffnungs- und Servicezeiten eingeführt. Stundenweise Betreuungsangebote sorgen zudem dafür, dass berufstätige Eltern und pflegende Angehörige zeitlich entlastet werden. Damit setzt die Stadt Maßstäbe für ein erfolgreiches Zeitmanagement.

Flexible Kinderbetreuung steht bei den Innovationspiloten auf Rügen und in Jena im Mittelpunkt. Auf Rügen gibt es inzwischen ein Netz flexibler Betreuungsmöglichkeiten für Kinder. Davon profitieren sowohl Eltern, die im Tourismus oder im Schichtbetrieb arbeiten als auch Familien, die dort Urlaub machen. In Jena hat der "Familienservice im Familienzentrum Jena" eine zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Thema Kinderbetreuung geschaffen, mit dem Schwerpunkt auf Angeboten zur Kinderbetreuung in Notfällen und Randzeiten. Neben der Vermittlung von Kinderfrauen und Babysittern gibt es jetzt auch einen Minikindergarten für Kinder von sieben Monaten bis zweieinhalb Jahren.

Das Projekt "Vorfahrt für Familien" des Deutsche Gewerkschaftsbundes schließlich hat die gewerkschaftlichen Aktivitäten in Lokalen Bündnissen für Familie regional und bundesweit vernetzt und einen "familienpolitischen Werkzeugkoffer" mit Tipps und Informationen zusammengestellt.

Weitere Informationen zu der Bündnisinitiative und zu den Innovationspiloten finden Sie unter www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de.


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