Stellvertretende Ministerpräsidentin Ute Erdsiek-Rave: Bewährte Zusammenarbeit zwischen Kirche und Landesregierung muss weiterentwickelt werden

"Wir brauche die Kirche für unsere Gesellschaft, für unsere Zukunft. Wir brauchen sie ganz besonders bei der Erziehung und Bildung", so Ute Erdsiek-Rave beim Jahresempfang der Kirchenleitung und Synode der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche heute im Dom zu Schleswig.

12.09.2005 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Erdsiek-Rave überbrachte die Grüße des Ministerpräsidenten und der gesamten Landesregierung und betonte: "Unsere Zusammenarbeit für mehr Gerechtigkeit, für mehr Frieden, für mehr Respekt vor dem Individuum und der Schöpfung müssen wir weiterentwickeln." Die stellvertretende Ministerpräsidentin hob das besondere Engagement der Kirche als Träger von vielen Kindertageseinrichtungen und die Unterstützung beim Religionsunterricht in den Schulen hervor. Sie plädierte klar für "eine Erziehung, die ja sagt zur Kirche und zur Konfession" und gab ein klares Bekenntnis für den konfessionellen Religionsunterricht ab. "LER, Lebensgestaltung/Ethik/ Religionskunde, ist für mich keine gleichwertige Alternative", so Ute Erdsiek-Rave.

Die stellvertretende Ministerpräsidentin sieht für die Landeskirchen gute Chancen, sich noch weiter im Bereich der Bildung einzubringen. Und sie bekannte sich im Zusammenhang mit der aktuellen Debatte um die Aufhebung des Ladenschlussgesetzes für den freien Sonntag: "Mehr Flexibilität ja, aber der Sonntag muss tabu bleiben."

"Die evangelisch-lutherische Kirche steht für Konsens und für Augenhöhe, nicht für Hierarchien. Sie steht für eine aufgeklärte Kirche, für das Priestertum aller Gläubigen - mit allen Konsequenzen im sozialen und personellen Bereich, gerade für Frauen," so Ute Erdsiek-Rave. "Das sollten wir selbstbewusst nach außen vermitteln."


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