Theaterprojekt mit Straßenkindern "93,10"
Im Rahmen des Theaterprojekts "93,10" inszenieren Straßenjugendliche am 21. April 2005, 20:00 Uhr, im Carrousel Theater an der Parkaue, Parkaue 29, Berlin-Lichtenberg, sowie am 5. und 6. Mai 2005, 20:00 Uhr, Jugendtheater "Atze", Luxemburger Str. 20, Berlin-Wedding, ein Theaterstück.
19.04.2005 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und ForschungOrganisiert wurde dieses Projekt von der Kontakt- und Beratungsstelle (KuB), eine Einrichtung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport. Das Theaterprojekt "93,10" wird u.a. von den Damen des Berlin American Club finanziell unterstützt.
Ziel des Projektes ist es, die Jugendlichen von der Straße auf die Bühne zu holen und sie beim Ausstieg aus dem Straßenleben aktiv zu unterstützen. Dabei werden Jugendliche von Schauspielern und Pädagogen vor Ort an Szenebrennpunkten angesprochen und für die Teilnahme an den Theaterproben motiviert.
Die dreimonatigen Proben im Rahmen eines Theaterworkshops enden nun mit drei öffentlichen Theateraufführungen. Die KuB hat mit Theaterprojekten ausgesprochen gute Ergebnisse erzielt: Fast alle Projektteilnehmer konnten sich jeweils im Anschluss der Projekte für den Ausstieg aus dem Straßenleben entscheiden.
Dies wurde im wesentlichen durch folgende Aspekte des Projektes erreicht:
- Stärkung des Selbstbewusstseins durch hohe Eigenleistung und entsprechende öffentliche Anerkennung,
- enge Anbindung an die Betreuer und die Gesamteinrichtung KuB,
- Stärkung der Selbstreflexion durch den gruppendynamischen Prozess während der Theaterarbeit.
Bildungssenator Klaus Böger: "Wir bekommen Jugendliche dann von der Straße, wenn wir ihnen eine lebenswürdige Alternative bieten. Das Theaterprojekt ist eine gute Sache, weil Jugendliche lernen, etwas mit sich selbst und anderen anzufangen."
Die KuB ist eine Hilfeeinrichtung für Straßenjugendliche mit einem differenzierten Hilfesystem für junge Menschen in Not - beginnend mit der aufsuchenden Sozialarbeit, über Notübernachtung und Beratung, betreutes Wohnen und zeitlich befristete Kreativprojekte. Etwa 1200 Kinder und Jugendliche nehmen im Jahr die verschiedenen Hilfeangebote der KuB in Anspruch. Sie kommen häufig aus problematischen Familienverhältnissen, sind emotional vernachlässigt und seelisch und körperlich misshandelt worden.
Weitere Infos gibt es bei der Kontakt- und Beratungsstelle unter Tel. 78 440 45 oder (Herr Hall oder Frau Rusch).
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