UN-Konvention stärkt Schutz behinderter Frauen

"Die neue Schutzkonvention für behinderte Menschen setzt international ein deutliches Zeichen für die Rechte von Frauen und Männern mit Behinderungen in allen Lebensbereichen. Es ist ein großer Erfolg, dass es dabei gelungen ist, den besonderen Schutzbedarf behinderter Frauen herauszustellen", kommentiert die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen, die Ergebnisse der Verhandlungen zur UN-Behindertenkonvention, die am vergangenen Freitag zu Ende gegangen sind.

28.08.2006 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Der Generalversammlung der UN im November wird nun eine eigene Konvention zum Schutze behinderter Menschen vorgelegt. Eine breite Zustimmung ist abgesichert. "Dieser Erfolg ist besonders der guten und vertrauensvollen Kooperation mit den Verbänden behinderter Menschen, insbesondere mit den Interessenvertretungen behinderter Frauen zu verdanken", so von der Leyen.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert die Arbeit der Organisationen behinderter Frauen, um diesen eine effiziente Vertretung ihrer Interessen zu ermöglichen. Die erzielte UN-Behindertenkonvention stellt die Rechte behinderter Frauen und Männer, Mädchen und Jungen neben die bereits bestehenden Menschenrechtskonventionen. In Artikel 6 der Behindertenkonvention wird erstmals international anerkannt, dass behinderte Frauen und Mädchen mehrfacher Diskriminierung ausgesetzt sind. Um sicherzustellen, dass behinderte Frauen dieselben Chancen haben, in den Genuss aller Menschrechte und Grundfreiheiten zu kommen, sind geschlechtersensible Maßnahmen notwendig. Zugleich weist der Konventionstext an verschiedenen Stellen darauf hin, dass behinderte Männer und Frauen gesonderter Unterstützung bedürfen, die auf die jeweiligen Belange der unterschiedlichen Geschlechter Rücksicht nimmt.

Der vollständige Text der Konvention ist im Internet abrufbar unter: www.un.org/esa/socdev/enable/


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