Ute Schäfer: "NRW soll noch kinderfreundlicher werden - eine Herausforderung für alle"

Der heutige Fachkongress "Kinder und Jugendliche in NRW - Lebenslagen und Teilhabemöglichkeiten" bildet den Auftakt einer Reihe von regionalen Konferenzen. Dort sollen die besonderen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen erörtert und Initiativen für mehr Kinderfreundlichkeit im Land und in den Städten und Gemeinden entwickelt werden.

17.11.2004 Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

"NRW ist schon heute ein kinderfreundliches Land. Das gute Abschneiden im bundesweiten Vergleich darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass immer noch eine Menge zu tun bleibt, damit die Interessen von Kindern und Jugendlichen mehr berücksichtigt werden", sagte Kinder- und Jugendministerin Ute Schäfer heute in Bottrop. Nach einer Studie zur Kinderfreundlichkeit in Großstädten des Forschungsinstituts Empirica Delasse sind von 83 Städten mit über 100.000 Einwohner acht Städte aus NRW unter den ersten Zehn.

"Mehr Kinderfreundlichkeit ist ein Ziel, das nur erreicht werden kann, wenn alle an einem Strang ziehen", sagte Ministerin Ute Schäfer. Aufgabe der Politik im Land und in den Kommunen sei es, die Rahmenbedingungen zu setzen. Der Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten von Kindern unter drei Jahren und damit die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei ein Schwerpunkt dieser Politik. Als Kinderbeauftragte der Landesregierung werde sie aber auch bei anderen Entscheidungsträgern dafür werben, die Rechte der Kindern zu stärken und deren Interessen stärker zu berücksichtigen.

"Kinder brauchen eine Lobby. Vor allem die Institutionen der Bildung und Erziehung müssen dafür sorgen. Allerdings sind wir alle - auch die Eltern - aufgefordert, in unseren alltäglichen Entscheidungen immer auch die Konsequenzen für Kinder und Jugendliche mitzuberücksichtigen", sagte Schäfer. In den Kommunen des Landes gebe es hierzu - beispielsweise mit den Kinderparlamenten oder konkreten Beteiligungsprojekten in der Stadtplanung - gute Ansätze.

Im September 2004 sind auf Initiative der Kinder- und Jugendministerin, Ute Schäfer, die Kirchen, die kommunalen Spitzenverbände, der Landesjugendring, die LandesschülerInnenvertretung, der Deutsche Kinderschutzbund und andere im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe tätige Organisationen zusammengekommen und haben mit ihr den Pakt für Kinder geschlossen. Damit wurde ein erster Schritt getan, um auf die besonderen Probleme und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen aufmerksam zu machen. Mit dem Kongress in Bottrop und mit den weiteren Konferenzen soll die Lebenslage von Kindern und Jugendlichen genauer erfasst werden. Themen wie etwa Kinderrechte, kinderfreundliche Städte, Chancengleichheit, Kinderarmut, Kindergesundheit und Kinder mit Migrationshintergrund stehen im Mittelpunkt. Die Konferenzen sollen aber dazu dienen, Informationen über gute Beispiele vor Ort auszutauschen und weitere Ideen, wie NRW noch kinderfreundlicher werden kann, zu entwickeln.


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