Verantwortung wahrnehmen
Am 09. November 2006 führten Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland im Badischen Landesmuseum Karlsruhe die Fachtagung "Verantwortung wahrnehmen: Provenienzrecherche, Praxis, Dokumentation, Restitutionen" zur Information über die Ermittlung und Dokumentation von NS-Raubkunst durch.
09.11.2006 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-AnhaltIm Rahmen dieser Tagung wurden sowohl Erfahrungsberichte dargelegt als auch methodische Verfahren zur Provenienzrecherche und Dokumentation von belasteten Objekten, z.B. über die Internetdatenbank www.lostart.de, vorgestellt.
Heidi Schumacher (Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur Reinland-Pfalz) betonte in ihrem Grußwort die Dringlichkeit der weiteren Umsetzung der Gemeinsamen Erklärung zur Auffindung und Rückgabe von NS-Raubkunst durch die Kulturgut bewahrenden Einrichtungen. Für den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gab Wolfgang Maurus einen Einblick in die Probleme und politischen Perspektiven in Bezug auf die Beutekunst und die NS-Raubkunst. Die Koordinierungsstelle präsentierte ihr Internetportal www.lostart.de und die Hilfsmittel, die sie den Einrichtungen bei der Suche nach NS-Raubkunst zur Verfügung stellt. Neben einem Beitrag der Claims Conference schilderten Vertreter vornehmlich aus Museen der beteiligten Länder anhand von Fallbeispielen ihre Erfahrungen im Zusammenhang mit Provenienzprüfungen und Restitutionen von NS-Raubkunst.
Vor dem Hintergrund der Washingtoner Prinzipien 1998 verabschiedeten Bund, Länder und Kommunen 1999 die Erklärung zur Auffindung und Rückgabe von NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgütern, insbesondere aus jüdischem Besitz. Damit werden die deutschen Einrichtungen aufgefordert, ihre Bestände nach NS- Raubkunst zu durchforsten und diese an die Berechtigten zurückzugegeben. Die von Bund und Ländern finanzierte Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste dokumentiert über www.lostart.de die entsprechenden Such- und Fundmeldungen mit dem Ziel der Zusammenführung der Betroffenen. Dies ist in der Vergangenheit bereits mehrfach erfolgreich gelungen.
Kontakt: Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, Dr. Michael Franz, Turmschanzenstr. 32, 39114 Magdeburg, Tel. 0391 / 5673891, Fax 0391 / 5673899, , www.lostart.de
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