"Verbrechen der Nationalsozialisten dürfen nicht vergessen werden. Gedenken an Opfer als Pflicht"

"Wir dürfen nicht vergessen, welche Verbrechen die Nationalsozialisten zwischen 1933 und 1945 an den Menschen verübt haben", erinnert Bayerns Kultusstaatssekretär Karl Freller an den bevorstehenden 60. Jahrestag des Abschlusses der Nürnberger Prozesse am 1. Oktober 2006.

27.09.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Wir sind heute mit verantwortlich", appelliert der Staatssekretär an das Bewusstsein der Zeitgenossen, "dass von Deutschen und von Deutschland aus nie wieder Menschen solches Unrecht zugefügt wird."

Im Schwurgerichtssaal (Saal 600) des Nürnberger Justizgebäudes in der Fürther Straße tagte vom 20. November 1945 bis 1. Oktober 1946 das Internationale Militärtribunal. Angeklagt waren zwei Dutzend Hauptkriegsverbrecher und sechs "verbrecherische Organisationen", darunter die SS, SA und die Gestapo. Die Anklagepunkte lauteten: Verschwörung gegen den Weltfrieden, Planung, Entfesselung und Durchführung eines Angriffskrieges, Verbrechen und Verstöße gegen das Kriegsrecht und gegen die Menschlichkeit.
Bei den Nürnberger Prozessen stellte jeder der vier Großmächte einen Richter und einen stimmberechtigten Stellvertreter.
Das Gericht verkündete 12 Todesstrafen sowie 7 teils lebenslange Freiheitsstrafen.

Die Stadt Nürnberg beabsichtigt, unmittelbar neben dem Schwurgerichtssaal 600 eine Dokumentation einzurichten, die an den Hauptkriegsverbrecherprozess erinnert. Die Stadt steht wegen möglicher Zuschüsse in Verhandlungen mit dem Freistaat Bayern und dem Bund.

"In den Lehrplänen an Bayerns Schulen spielt die Aufarbeitung der Diktatur der NSDAP eine wichtige Rolle. Es ist unsere Pflicht, das Gedenken an die Opfer wachzuhalten", so Staatssekretär Freller. Die Landeszentrale für politische Bildungsarbeit im Kultusministerium, die für die Gedenkstättenarbeit in Bayern zuständig ist, setzt vor allem auch in Nürnberg wichtige Impulse für eine zukunftsorientierte Bildung, die den Sinn unserer gemeinsamen Grundwerte schärft.


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