Verdienstkreuz am Bande für Christian Franz Große-Siestrup

Bildungssenator Klaus Böger würdigt das langjährige ehrenamtliche Engagement zur Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen: Dem Veterinärmediziner Dr. Christian Franz Große-Siestrup, Gründer des Vereins "Leben mit Tieren e.V." wird heute das Ver-dienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

24.08.2006 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Mit einer 1988 noch unkonventionellen Idee begann Große-Siestrup sein ehrenamtliches Engagement, um durch den Kontakt mit Haustieren die soziale und medizinische Betreuung älterer Menschen zu verbessern. Damals gründete er der Verein "Leben mit Tieren e.V." und war bis 2005 dessen erster Vorsitzender. Die Verbreitung des wissenschaftlichen Ansatzes der tiergestützten Therapie hat er sich zu einer Hauptaufgabe gemacht.

Als einer der ersten in Deutschland organisierte Große-Siestrup regelmäßige Besuche von Hundebesitzern mit ihren Hunden in Krankenhäusern, Senioren- und Pflegeheimen. Seit 1994 bietet der Verein einen regelmäßigen Hundebesuchsdienst an. Diese Besuche bereiten den meist älteren Menschen große Freude und hilft ihre soziale und medizinische Betreuung zu verbessern. In Erweiterung dieser Idee wurden in vielen Alteneinrichtungen "Mensch-Tier-Begegnungshäuser" gegründet. Heute werden in über 200 deutschen Krankenhäusern Tiere zur medizinischen Therapie eingesetzt.

Im Jahre 2000 wurde auf Initiative von Große-Siestrup der Hundebesuchsdienst auf Kinderheime, Grund- und Sonderschulen sowie auf Kindergärten ausgeweitet, denn auch Kinder profitieren von der Begegnung mit den Tieren. Bisher haben ca. 5 000 Kinder Erfahrungen durch den Hundebesuchsdienst sammeln können.

In seiner Laudatio für Große-Siestrup führte Bildungssenator Klaus Böger (SPD) aus: "Der Einsatz von Herrn Dr. Große-Siestrup ist ein herausragendes Beispiel für ehrenamtliches En-gagement. Unsere Gesellschaft braucht Vorbilder wie Große-Siestrup. Mit Tieren hat er es geschafft, für mehr Menschlichkeit und mehr Lebenssinn für die ältere Menschen zu sorgen sowie Kindern und Jugendlichen bei ihrer Entwicklung zu helfen."


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