Verdienstkreuz am Bande für Renate Semler

Kulturstaatssekretärin Barbara Kisseler wird heute Renate Semler im Auditorium des Amerika-Hauses das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreichen.

05.05.2004 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur Berlin (bis 11/06)

Renate Semler, die seit 1974 Programmreferentin der Kulturabteilung der amerikanischen Botschaft ist, hat sich weit über ihre Tätigkeit hinaus um die deutsch-amerikanischen Beziehungen verdient gemacht.

So galt ihr Interesse nie allein der reinen Kulturvermittlung zwischen den USA und Deutschland. Ihr Anliegen war es vor allem, die amerikanische Kultur einer breiten Öffentlichkeit nahe zu bringen. Besonders die Lehrerfortbildung lag ihr sehr am Herzen. Ihr ist es zu verdanken, dass zahlreiche Lehrer aus der DDR nach der Wiedervereinigung die USA kennen lernten.

Neben vielen Kulturveranstaltungen initiierte Renate Semler in Berlin während ihrer fast dreißigjährigen Tätigkeit als Programmgestalterin des Amerika-Hauses wichtige Konferenzen und Diskussionsforen, u.a. 1976 das Symposium "Das Amerikabild des europäischen Schriftstellers" mit Persönlichkeiten wie Günter Grass, Uwe Johnson, Jan Myrdal und die Konferenz zur Oral History mit führenden Wissenschaftlern aus den USA und Deutschland. Zudem organisierte sie Veranstaltungen zur deutsch-amerikanischen Frauengeschichte und der Frauenbewegung, die wichtige Impulse für die Entwicklungen der Gender Studies in Deutschland gaben.

Renate Semler hat darüber hinaus wesentlich dazu beigetragen, dass in Halle- Wittenberg das in Ostdeutschland einzigartige Zentrum für Amerikastudien gegründet wurde.


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