Verleihung des Deutschen Theaterpreises "DER FAUST" in München

Der Deutsche Theaterpreis "DER FAUST" wird in diesem Jahr in Bayern verliehen. Bei der Verleihungsveranstaltung im Münchner Prinzregententheater betonte Kunstminister Thomas Goppel am Freitag den hohen Stellenwert von Kunst und Kultur in Bayern: "Die bayerische Theaterlandschaft ist besonders reich und vielfältig. Sie umfasst nicht nur die repräsentativen großen Bühnen in München und Nürnberg. Vielmehr sorgt gerade auch die Vielfalt der kommunalen und privaten Theater sowie die große Zahl der Festivals für eine äußerst lebendige Theaterszene." Deshalb fördere die Bayerische Staatsregierung die Arbeit der Theater mit nennenswerten Zuschüssen, so der Minister.

23.11.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Der Deutsche Theaterpreis "DER FAUST" wurde vom Deutschen Bühnenverein ins Leben gerufen und 2006 erstmalig verliehen. In diesem Jahr unterstützt der gastgebende Freistaat Bayern die Verleihung maßgeblich, in Partnerschaft mit dem Deutschen Bühnenverein, der Kulturstiftung der Länder sowie der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. "Wir möchten dazu beitragen, dass diese Initiative zu einer festen Institution in der deutschen Theaterlandschaft wird und Deutschland als das Theaterland schlechthin noch stärker in den Mittelpunkt rückt", erklärte Goppel. Für den Preis sind 24 Künstler in acht Kategorien nominiert, daneben gibt es einen Lebenswerk-FAUST. Zusätzlich wird dieses Mal ein Sonderpreis für besondere Verdienste um das deutsche Theater vergeben.

Nominiert für den "FAUST 2007" sind:

Beste Regie Schauspiel
Karin Henkel "Liliom", Schauspiel Stuttgart
Stephan Kimmig "Maria Stuart", Thalia Theater Hamburg
Nicolas Stemann "Ulrike Maria Stuart", Thalia Theater Hamburg

Beste darstellerische Leistung Schauspiel
Margit Bendokat in "Die Perser", Deutsches Theater Berlin
Brigitte Hobmeier in "Glaube Liebe Hoffnung", Münchner Kammerspiele
Mark Waschke in "Die Katze auf dem heißen Blechdach", Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin

Beste Regie Musiktheater
Rosamund Gilmore "Keine Stille außer der des Windes", Bremer Theater
Dietrich Hilsdorf "Die Liebe zu den drei Orangen", Städtische Theater Chemnitz
Barrie Kosky "Tristan und Isolde", Theater & Philharmonie Essen

Beste Sängerdarsteller-Leistung Musiktheater
Angela Denoke in "Salome", Bayerische Staatsoper, München
Matthias Rexroth in "Admeto", Opernhaus Halle
Klaus Florian Vogt in "Chowantschina", Bayerische Staatsoper, München

Beste Choreografie
Marguerite Donlon "Romeo und Julia", Saarländisches Staatstheater, Saarbrücken
Marco Goecke "Der Nussknacker", Stuttgarter Ballett
Stephan Thoss "Giselle M.", Städtische Theater Chemnitz

Beste darstellerische Leistung Tanz
Tigran Mikayelyan in "Le Corsaire", Bayerisches Staatsballett, München
Edvin Revazov in "Parzival – Episoden und Echo", Hamburg Ballett/Festspielhaus Baden-Baden
Katja Wünsche in "I Fratelli", Stuttgarter Ballett

Beste Regie Kinder- und Jugendtheater
Philippe Besson "Wir alle für immer zusammen", Hans Otto Theater, Potsdam
Markus Joss "Zimmermanns Aussicht", Theater Junge Generation, Dresden
Frank Panhans "Cengiz & Locke", Grips Theater Berlin

Beste Ausstattung Kostüm/Bühne
Muriel Gerstner "Gespenster", Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin
Mark Lammert "Die Perser", Deutsches Theater Berlin
Andrea Schraad "Drei Schwestern", Münchner Kammerspiele

Der Preis für das Lebenswerk geht an Michael Gielen.
Ausgezeichnet werden seine großartigen Verdienste um die zeitgenössische Musik und das Musiktheater in Deutschland.

Der Sonderpreis wird in 2007 erstmals vergeben und geht an die Gruppe Rimini Protokoll.

Rimini Protokoll spielt keinen dramatischen Text und ist schon deshalb nicht Regie und Schauspiel im eigentlichen Sinne. Es ist eine besondere Theaterform, die durch den Sonderpreis gewürdigt werden soll.


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