Vier Forschungsinstitute im Ruhrgebiet erhalten verbesserte Ausstattung
Vier Forschungsinstitute im Ruhrgebiet haben zum Jahresende eine verbesserte Geräte-Ausstattung erhalten, die vor allem dem Transfer der Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte zugute kommt. Damit, so Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart, werden die vier Institute, die alle in Zukunftstechnologien forschen, auch attraktiver für Kooperationen auf europäischer Ebene.
04.01.2006 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-WestfalenDie Investitionen mit dem Gesamtvolumen von 1,67 Millionen Euro werden aus Ziel-II-Mitteln finanziert, und zwar zu 40 Prozent aus Mitteln der EU sowie zu 60 Prozent aus Landesmitteln.
Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT) in Oberhausen erhält eine Produktionsstraße, die es ermöglicht, Prototypen von neu entwickelten Produkten in Kleinserie herzustellen. Damit sollen die Möglichkeiten verbessert werden, die Marktfähigkeit der Produkte unter Beweis zu stellen und potenzielle Hersteller besser anzusprechen. Das Institut erforscht unter anderem die Herstellung von Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen.
Das Labor- und Servicecenter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) in Gelsenkirchen erhält ein hochmodernes Messgerät, mit dessen Hilfe Veränderungen der Materialqualität im Herstellungsprozess auch größter Solarzellen gezielt verfolgt werden können.
Durch zwei neue Analysegeräte unterstützt das Land die anwendungsnahe Forschung im Institut für Engergie und Umwelttechnik (IUTA) in Duisburg. Das IUTA, ein An-Institut der Universität Duisburg-Essen, erhält ein Analysegerät für den Nachweis von Nanopartikeln. Nanopartikel entstehen beispielsweise in der Müllverbrennung und können mit herkömmlichen Filtern nicht aus der Luft gefiltert werden. Die Messungen mit dem Analysegerät sollen dem IUTA die Entwicklung von Nanofiltern ermöglichen. Das Duisburger Institut erhält außerdem ein Analysegerät, mit dem Pilzgifte in der Raumluft nachgewiesen werden können. Das ist sowohl in der Medizintechnik wichtig als auch beim Feststellen der Belastung von Lebensmitteln mit Schimmelpilzen.
Die Dortmunder Initiative zur rechnerintegrierten Fertigung (RIF) erhält einen mobilen Simulator, mit dem virtuell die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine bei bestimmten Arbeitsabläufen in der Fertigung dargestellt werden kann. Mittelständler können den Simulator, ein so genanntes Testbett, beispielsweise nutzen, um die Fernsteuerung von Robotern in der Fertigung zu simulieren und so ihre neuen Produkte auf Messen vorzustellen. Das Virtuelle-Realitäts-System macht es ebenfalls möglich, bereits während der Herstellungsphase von Maschinen Schulungsmaßnahmen für die späteren Bediener stattfinden zu lassen.
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