Wie man am Stammtisch die "Lufthoheit" behält

Mehr oder weniger gutgemeinte griffige Lösungen für viele Probleme der Welt werden uns tagtäglich serviert. Unter den als "Argumenten" daherkommenden Parolen verstecken sich auch viele "vergiftete Pfeile", die von Vorurteilen und Ressentiments getränkt sind, häufig auch mit erheblichen Aggressionen einhergehen.

06.07.2006 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Vom richtigen Umgang mit strammen Tiraden erzählt das Buch von

Klaus-Peter Hufer: Argumente am Stammtisch. Erfolgreich gegen Parolen, Palaver und Populismus

Der Autor ist Privatdozent und Fachbereichsleiter einer Kreisvolkshochschule. Er ist bereits mit dem sehr erfolgreichen Titel Argumentationstraining gegen Stammtischparolen hervorgetreten, welcher nach wie vor in der Landeszentrale erhältlich ist. Während das Argumentationstraining in der Anordnung eher didaktisch orientiert ist und als Grundlage von Gruppenarbeit in Seminaren und Lehrveranstaltungen gedacht ist, wendet sich der neue Band an die interessierten einzelnen Leser/innen.

In kurzen Kapiteln widmet sich der Autor typischen Gesprächssituationen, in denen man mit Stammtischparolen konfrontiert wird. Er analysiert die Stereotypen im Gesprächsverlauf, zeigt die "argumentativen" Überwältigungsstrategien auf fragt, wie man bei diesen "kaputten Gesprächen" aus der Defensive herauskommt. Hufer plädiert dafür, in solchen Situationen nicht hilflos "die Waffen zu strecken", sondern zeigt, welche Gesprächsstrategien geeignet sind, um den Parolenverkündern standzuhalten.

Hufer spürt den Stammtischparolen auch in der veröffentlichten Meinung nach, die, wie er meint, zu den Grundmustern einer kollektiven Gesinnung beitragen. Denn Stammtischparolen sind nicht an den Platz gebunden, den der erste Teil des Wortes lokalisiert. Anhand zahlreicher Beispiele erläutert er die Kommunikationsstrategien der Populisten und zeigt, wie Stammtischparolen und politische Demagogie zusammenhängen.

Das Buch will den Lesern dabei helfen, Gesprächen, in denen die Vorurteile dominieren, nicht auszuweichen und Zivilcourage zu zeigen. Zum Ende des Bandes gibt er Beispiele wie Contra-Argumente angesichts besonders weit verbreiteter Stammtischparolen aussehen könnten.

Demokratie muss immer wieder aufs Neue vertreten und verteidigt werden. Das Buch ist ein Plädoyer dafür, dass man den Verkündern von Stammtischparolen den öffentlichen Raum und das öffentliche Gehör nicht überlassen darf.

Der 142 Seiten starke Band kann gegen Entrichtung einer Bereitstellungspauschale in Höhe von 2,- Euro ab sofort abgeholt werden in der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin

An der Urania 4-10, 10787 Berlin-Schöneberg
(Nähe Wittenbergplatz), Tel.: 90 16 25 52

Zusendungen sind leider nicht möglich.

Informationen auch unter www.landeszentrale-politische-bildung-berlin.de

Inhaltliche Rückfragen: Dr. Udo Wetzlaugk, Tel.: 90 16 25 58


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