Wissenschaftssenator Thomas Flierl: Tarifloser Zustand an der Charite muss beendet werden

Die Gewerkschaften haben das Angebot des Vorstandes für einen Tarifvertrag für die Charité abgelehnt. Damit drohen die Tarifverhandlungen zu scheitern.

27.10.2005 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur Berlin (bis 11/06)

Wissenschaftssenator Thomas Flierl appelliert an die Tarifparteien, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und die Tarifverhandlungen zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.

Wissenschaftssenator Dr. Thomas Flierl: " Von Anfang an habe ich mich für einen Tarifvertrag an der Charité ausgesprochen. Insbesondere aus Sorge um die Arbeitsplätze unter dem bestehenden Sanierungsdruck bin ich strikt dagegen, auf Dauer einen tariflosen Zustand hinzunehmen. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Charité haben Anspruch auf eine verlässliche und berechenbare Regelung ihrer Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen."

Nur mit einem Tarifabschluss kann die Beschäftigungssicherung durch Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen gewährleistet und das Sanierungskonzept sozial verträglich umgesetzt, können die Fragen der Sicherung der Arbeitsbedingungen bei der Gründung von Tochterunternehmen geregelt werden.

Wissenschaftssenator Thomas Flierl: "Ich erwarte daher von beiden Seiten, dass sie sich ihrer Verantwortung für die Zukunft der Berliner Universitätsmedizin bewusst sind. Unter allen Umständen muss eine weitere Zuspitzung des Konflikts bis hin zu Arbeitskämpfen vermieden werden. Ich appelliere daher an die Tarifparteien, alle Möglichkeiten zu nutzen, doch noch zu einer Einigung zu kommen."


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