Wolff: Sparpläne des Bundesfinanzministeriums verleiten Bulmahn zu Grummellaune-Politik

"Entweder Frau Bulmahn will die hessischen Leistungen nicht zur Kenntnis nehmen oder sie macht sich nicht die leiseste Mühe, Informationen abfragen zu lassen. Diese Grummellaune-Politik ist vielleicht mit den Sparplänen des Bundesfinanzministers in ihrem Ressort zu erklären, aber keinesfalls zu rechtfertigen." Mit diesen Worten trat Kultusministerin Karin Wolff den Vorwürfen von Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn entgegen, Hessen behindere den Ausbau von frühkindlicher Bildung und Ganztagsschulen.

15.04.2005 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

"Hessen baut sein Ganztagsprogramm erfolgreich aus. Im nächsten Schuljahr werden 49 weitere Schulen in eine Ganztagsschule umgewandelt. Insgesamt werden dann 336 hessische Schulen über ein Ganztagsangebot verfügen - mehr als doppelt so viele wie noch 2001", erklärte die Ministerin. Es sei absurd zu behaupten, Hessen würde in diesem Bereich gegen den Willen der Eltern handeln. "Mit unserem Ganztagsprogramm nach Maß orientieren wir uns am Bedarf der Städte und Landkreise und machen für jeden ein Angebot in räumlicher Nähe erreichbar", hob die Ministerin hervor.

Im Bereich der frühkindlichen Bildung erbringe Hessen bundesweit eine Pionierleistung. "Gemeinsam mit Bayern entwickelt Hessen ein umfassendes Bildungskonzept, das sich nicht auf einen Altersabschnitt beschränkt, sondern die gesamte kindliche Entwicklung zwischen dem ersten und dem zehnten Lebensjahr berücksichtigt", sagte Wolff. "Der Bildungs- und Erziehungsplan ist einmalig in Deutschland und bindet alle an Bildung und Erziehung Beteiligten ein, auch die Eltern", erklärte die Ministerin. "Offensichtlich kann sich Frau Bulmahn nicht mit dem Bild anfreunden, dass die unionsgeführten Länder in vielen Bereichen der Bildungspolitik eine Vorreiterrolle übernehmen."


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