Zehn Jahre Förderprogramm "Junge Innovatoren"

"Das Förderprogramm ´Junge Innovatoren´ ist ein sehr erfolgreiches Instrument zur Unterstützung von Existenzgründerinnen und Existenzgründern aus unseren Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. In den vergangenen zehn Jahren haben wir rund 200 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 162 innovativen Projekten gefördert."

19.12.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Diese Bilanz zog Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg am 19. Dezember in Stuttgart anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Förderprogramms.

Die Gründungsinitiativen sind vor allem an den Universitäten angesiedelt (128 Projekte) sowie an Fachhochschulen (26 Projekte) und außeruniversitären Forschungseinrichtungen (8 Projekte). Sie stammen aus innovativen Gebieten, beispielsweise aus den Bereichen Optoelektronik, Biotechnologie, Medizintechnik, Solartechnik, Automatisierungstechnik und Mechatronik, aber auch aus traditionellen Bereichen, etwa Konstruktion und Maschinenbau. "Die Projekte, die den Gutachtern jetzt zur Entscheidung vorgelegt wurden, beweisen nicht nur, dass sich gründungswillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus sehr unterschiedlichen Forschungsbereichen für eine Karriere im eigenen Unternehmen entscheiden, sondern dass sie auch bemerkenswerte Marktnischen ausfindig gemacht haben", erklärte Frankenberg. Die Palette der Produktideen, in die innovative Forschungsergebnisse einfließen sollen, umfasst etwa die Verbesserung einer Küchenherdplatte ebenso wie ein Verfahren zur effizienten und dabei umweltverträglichen Schädlingsbekämpfung.

Für das Programm wurden bisher Mittel in Höhe von insgesamt acht Mio. Euro bereitgestellt - "eine gute Investition, da die geförderten Unternehmen größtenteils ihren Standort in Baden-Württemberg haben und das investierte Geld damit direkt wieder dem Land zugute kommt", so der Minister. In den vergangenen zehn Jahren konnten durch mehrere dieser inzwischen auf dem Markt etablierten Existenzgründungen knapp 1.000 Arbeitsplätze geschaffen werden.

"Das Programm richtet sich speziell an wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die in die Forschung eingebunden und damit in der Lage sind, neueste Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte und Verfahren umzusetzen", erläuterte Frankenberg das Ziel des Förderprogramms. Es handelt sich um eine personenbezogene Förderung: Die Gründerinnen und Gründer erhalten eine Unterstützung zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes und ein begleitendes Coaching durch praxiserfahrene Persönlichkeiten aus der Wirtschaft. Darüber hinaus können sie die Infrastruktur der Hochschule nutzen. "Das Programm hat sich bewährt, denn wir wissen, dass der Transfer von Wissen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen in die Wirtschaft häufiger gelingt, wenn bereits während der wissenschaftlichen Arbeit Kontakte zu Unternehmen und Kunden bestehen. Die wissenschaftliche Begleitforschung hat zudem gezeigt, dass das Programm in besonderer Weise geeignet ist, potenzielle Gründerinnen und Gründer zu motivieren, sich mit einer innovativen Produktideen selbständig zu machen", sagte der Minister. Der Technologietransfer sei ein wichtiges Anliegen und von großer Bedeutung für die Innovationspolitik des Landes, die die Konkurrenzfähigkeit der Wirtschaft und damit letztlich den Wohlstand des Landes bestimmt. Frankenberg: "Wir brauchen innovative Produkte und Verfahren, wenn wir uns im globalen Wettbewerb behaupten wollen. Als exportorientiertes Land müssen wir hier deutliche Akzente setzen."


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