Zeichen der Solidarität mit Demenzkranken
Eine Galerie mit mehr als 3000 Fotos beschrifteter Hände: Der Welt-Alzheimertag am 21. September 2005 ist eine wichtige Etappe für die Kampagne "Helfen nicht vergessen" der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. Bei der bundesweiten Aktion unter der Schirmherrschaft von Bundesministerin Renate Schmidt und TV-Moderator Pfarrer Jürgen Fliege notieren alle, die ihre Solidarität mit Alzheimer-Patienten demonstrieren wollen, Informationen wie ihren Namen oder die Adresse auf der Hand und lassen diese fotografieren. Die aus diesen Fotos entstehende "Galerie der helfenden Hände" weist auf die zunehmende Verbreitung der Alzheimer-Krankheit hin und informiert über das Krankheitsbild Demenz sowie die bestehenden Hilfemöglichkeiten.
20.09.2005 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend"Wir wollen den Menschen, die sich durch die Demenz-Erkrankung selbst verlieren, helfen", so die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt. "Die Lage von Alzheimer-Patienten, aber auch die der betroffenen Angehörigen muss weiter verbessert werden. Deshalb unterstützen wir mit einem Aktionsprogramm die Arbeit der Deutschen Alzheimer-Gesellschaft und fördern Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität Betroffener, zur Verbesserung der Pflege und zur Entlastung betreuender Angehöriger."
So unterstützt das Bundesministerium unter anderem die Entwicklung stationärer und ambulanter Wohn- und Betreuungsformen für Demenzkranke und das Alzheimer-Telefon der Deutschen Alzheimer-Gesellschaft. Auch die kürzlich vorgestellten Ergebnisse des Runden Tischs Pflege zeigen Richtlinien für eine qualitätsgesicherte und bedürfnisorientierte Pflege auf.
Von etwa einer Million Demenzkranker in Deutschland leiden rund 700.000 Menschen an Alzheimer. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung sagen Mediziner bis 2050 eine Verdopplung dieser Zahl voraus. Zu Beginn der Krankheit stehen zunehmende Vergesslichkeit und der Verlust der Orientierung. Später vergessen die Betroffenen die einfachsten Dinge des Alltags, finden sich nicht mehr zurecht und kennen sich im wahrsten Sinn des Wortes selbst nicht mehr.
Noch bis zum 17. Mai 2006 hat jeder Gelegenheit, durch die Teilnahme an "Helfen nicht vergessen" ein Zeichen der Solidarität mit Alzheimer-Patienten zu setzen. Informationen gibt der im Internet unter www.helfen-nicht-vergessen.de. Auch auf den zahlreichen regionalen Veranstaltungen zum Welt-Alzheimertag kann man sich an der Kampagne beteiligen (www.deutsche-alzheimer.de).
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