Zentralinstitut für Seelische Gesundheit erhält Großgerät zur Untersuchung des menschlichen Gehirns

Das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim erhält für die Forschung ein neues, hochwertiges Großgerät, mit dem die komplexen Abläufe im menschlichen Gehirn noch besser als bisher beobachtet werden können.

09.03.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Dieser "3 Tesla Magnetresonanztomograph mit TIM (Total imaging matrix)-Technologie" ermöglicht deutliche Verbesserungen bei Aufnahmegeschwindigkeit und Bildqualität sowie eine wesentlich geringere Belastung der Probanden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2,15 Mio. Euro, die von Land und Bund gemeinsam getragen werden. Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg stellte bei der Einweihung am 9. März in Mannheim die Bedeutung des Gerätes heraus.

"In Deutschland sind insgesamt sechs Magnetresonanztomographen dieser Art in Betrieb. Allein drei Geräte stehen in Baden-Württemberg. Das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit ist allerdings bundesweit die einzige psychiatrische Einrichtung, die für ihre Forschungen unmittelbar und uneingeschränkt über eine solche High-Tech-Apparatur verfügt", erklärte Frankenberg. "Dadurch wird die Spitzenstellung des Instituts künftig noch weiter ausgebaut."

Es wird an dem Mannheimer Magnetresonanztomographen einen zweiten Hochfrequenzkanal geben, dies in Kooperation mit der Firma Siemens Medizintechnik. Dieser ermögliche spezielle Spektroskopieverfahren, die biochemische Einblicke in das Gehirn erlauben. Frankenberg: "Die Erweiterung ist für diesen Gerätetyp bislang einmalig. Dem Zentralinstitut steht damit ein Großgerät der absoluten Spitzentechnologie zur Verfügung."

Das Zentralinstitut ist eine Stiftung des Landes, die 1975 eingerichtet wurde. Es ist die führende Forschungseinrichtung der modernen Psychiatrie in Deutschland und genießt auch international hohes Renommee. Ein besonderes Kennzeichen ist die starke Gewichtung molekularbiologischer und bildgebender Methoden. Die enge Verzahnung von Patientenversorgung, Forschung und Lehre ist eine weitere Stärke.


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