Zöllner: Debatte über Zukunft der KMK treibt merkwürdige Blüten

"Die Debatte über die Zukunft der Kultusministerkonferenz treibt immer mehr merkwürdige Blüten", kritisiert der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Professor Dr. E. Jürgen Zöllner, bildungs- und wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-geführten Länder, die Vorstöße seiner Kollegen.

06.10.2004 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz (bis 11/06)

"Ich wundere mich sehr, dass weder Herr Busemann noch Herr Goppel je in der Kultusministerkonferenz darüber gesprochen haben, dass sie Bedarf an einem zusätzlichen Gremium für die Wissenschaftsminister haben", sagte Zöllner.

Eine Trennung von Wissenschafts- und Kultusministern sei mehr als problematisch, weil es viele thematische Überschneidungen in zentralen Fragen der Bildungspolitik gebe. Die große Aufgabe der Reform der Lehrerbildung sei dafür das beste Beispiel.

"Dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff geht es doch angeblich darum, die Strukturen in der Kultusministerkonferenz zu verschlanken. Die Initiative von Herrn Busemann konterkariert dies völlig", so Zöllner. Denn selbstverständlich werde eine Zweiteilung des Gremiums den Verwaltungsaufwand - wie auch die Belastung auf der Leitungs- und der Arbeitsebene - erhöhen.

Als langjähriges Mitglied der Kultusministerkonferenz könne er die Einschätzung seines noch relativ neuen Kollegen Busemann überhaupt nicht teilen, dass die Wissenschaftsminister mitunter etwas gelangweilt die Tagesordnungspunkte der Schulminister in der KMK verfolgen würden. "Ich glaube, sogar für die CDU-Kollegen sprechen zu dürfen, wenn ich diese Aussage als unzutreffend zurückweise", so Zöllner. Vielmehr hätten in der Vergangenheit Wissenschafts- und Schulminister gut und erfolgreich zusammengearbeitet und einander Interesse entgegen gebracht.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden