Zöllner zeichnet zwei Museen mit erstmals ausgelobtem Preis aus

Das Hochwaldmuseum in Hermeskeil und das Museum Feuerbachhaus in Speyer sind die Träger des erstmals ausgelobten Museumspreises des Landes für bürgerschaftliches Engagement.

25.04.2005 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz (bis 11/06)

"Knapp 60 Prozent der rund 430 Museen in Rheinland-Pfalz werden ehrenamtlich betreut. Dies zeigt, wie wichtig das bürgerschaftliche Engagement für unsere Museumslandschaft wie überhaupt für die gesamte Kulturarbeit ist. Mit unserem neuen Preis wollen wir in diesem Jahr zwei Museen auszeichnen, bei denen dieser bürgerschaftliche Einsatz herausragende Ergebnisse zur Folge hat", sagte Kulturminister Professor Dr. E. Jürgen Zöllner. Er übergibt die Preise bei einer Feierstunde am Sonntag, 8. Mai 2005, 11 Uhr, im Hochwaldmuseum Hermeskeil anlässlich des Internationalen Museumstags.

19 ehrenamtlich geführte Museen hatten sich um den Museumspreis beworben. Nach eingehender Prüfung aller Anträge besuchte eine unabhängige Jury eine Auswahl von ihnen. Dieser Jury gehörten Vertreter der Museumsverbände aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen, der Medien und des Kulturministeriums an.

Sie entschied sich dafür, den mit 5.000 Euro dotierten Preis in diesem Jahr zu splitten. Den Hauptpreis in Höhe von 4.000 Euro erhält das Hochwaldmuseum Hermeskeil, das nach Meinung der Jury in vorbildhafter Weise ein ideenreiches und ganzheitliches Konzept für ein regionalgeschichtliches Museum als Fenster in die Vergangenheit erarbeitet hat. Eine durchdachte Auswahl an Exponaten, die Einbindung von Inszenierungen, Guckkästen, Hörstationen und Filmsequenzen böten Besucherinnen und Besuchern eine Vielfalt sinnlicher Wahrnehmung und forderten auf, selbst aktiv zu werden.

Dem Museum Feuerbachhaus in Speyer sprach die Jury einen Anerkennungspreis in Höhe von 1.000 Euro zu. Er soll einerseits dazu dienen, innerhalb der äußerst gelungenen Präsentation des Dauerausstellungsbereichs die Beleuchtung zu optimieren. Anderseits soll er ein Ansporn sein, auch bei der geplanten Sanierung und Neugestaltung des Wechselausstellungsbereichs in bewährter Qualität fortzufahren.


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