Zweite Runde im Hochschulwettbewerb "Patente Erfinder"

Aufgrund der großen Nachfrage geht der vom NRW-Wissenschaftsministerium ausgerichtete Hochschulwettbewerb "Patente Erfinder" in die zweite Runde. Die Patent- und Verwertungsagentur Provendis GmbH und der Patentverbund der NRW-Hochschulen suchen die "Besten der Guten": Erfindungen mit hohem Innovations- und Marktpotenzial sollen auf ihrem Weg in die Produktionsreife intensiv gefördert werden. Den Erfolg der Patent- und Verwertungsagentur Provendis seit ihrem Start im Jahr 2002 belegen nachfolgende Zahlen: 500 Erfindungen wurden angezeigt und auf Marktreife geprüft, 110 als wirtschaftlich hoch interessant bewertet, und 60 werden derzeit aktiv verwertet.

03.06.2004 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

Wissenschaftsministerin Kraft: "Wissenstransfer ist besonders für Nordrhein-Westfalen von großer Bedeutung, denn als exportierendes Industrieland sind wir darauf angewiesen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse so schnell wie möglich in neue Technologien, Produkte und Dienstleistungen umgesetzt werden. Nur so können nachhaltig Arbeitsplätze entstehen - und wirtschaftlich verwertbaren Erfindungen aus Hochschulen kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu."

Durch den Wettbewerb erhalten Hochschulerfindungen mit großem Vermarktungspotential eine besondere Unterstützung bei der Verwertung ihrer Erfindung. So werden die Gewinner bei der Patent- und Marktrecherche, der Verwertungs- und Marketingstrategie und dem Bau von Funktionsmustern und Prototypen unterstützt. Der Wettbewerb richtet sich an die Beschäftigten aller nordrhein-westfälischen Hochschulen, gleichgültig, ob es sich um Einzelpersonen oder um Erfinderteams handelt. Der erste Preis ist mit 15.000, der zweite mit 10.000 und der dritte mit 8.000 Euro dotiert. Die Finanzmittel sind zur Unterstützung etwa beim Bau von Funktionsmustern oder zur Demonstration der Praxistauglichkeit gedacht. Darüber hinaus wird in diesem Jahr zusätzlich ein Sonderpreis "Technologietransfer" für Erfindungen vergeben, die aus einer engen Kooperation zwischen Hochschule und Unternehmen hervorgegangen sind oder in eine Existenzgründung mündeten.

In Deutschland hatten die Hochschulen im Februar 2002 erstmalig das Recht erhalten, Erfindungen aller Hochschulangehörigen in Anspruch zu nehmen, in eigenem Namen zum Patent anzumelden und auf eigene Rechnung wirtschaftlich zu verwerten. Um die mit der Gesetzesänderung verbundenen Chancen zu ihrem Vorteil nutzen zu können, haben die NRW-Hochschulen mit großer Unterstützung des Wissenschaftsministeriums ein "Patent- und Verwertungskonzept der NRW-Hochschulen" entwickelt und sind mit der Provendis GmbH eine Verwertungs-Partnerschaft eingegangen. Dabei prüft Provendis für die Hochschulen die wirtschaftliche Verwertbarkeit und Patentfähigkeit von Erfindungen und erarbeitet Strategien für die Patentierung und Verwertung. Dies ist vor allem bei der oft sehr zeitaufwendigen Suche nach potenziellen Lizenznehmern und bei der Aushandlung von Lizenzkonditionen entscheidend für den zukünftigen Erfolg.

Weitere Informationen zum Hochschulwettbewerb unter www.provendis.info


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