Hochschulstatistik

317 Habilitationen an Bayerns Universitäten im Jahr 2013

2013 wurden an bayerischen Universitäten 317 Habilitationsverfahren erfolgreich abgeschlossen. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung war damit die Zahl der abgeschlossenen Habilitationsverfahren gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig (2012: 329). Wie in den Vorjahren erwarb gut die Hälfte der angehenden Professoren ihre Lehrbefähigung im Bereich Humanmedizin. Mehr als jede vierte Habilitationsschrift wurde von einer Frau vorgelegt.

13.06.2014 Pressemeldung

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, haben 2013 an bayerischen Hochschulen 88 Wissenschaftlerinnen und 229 Wissenschaftler ihre Lehrbefähigung erteilt bekommen. Mit insgesamt 317 Habilitationen wurde der Zehnjahresdurchschnitt von 2003 bis 2012 (351) deutlich unterschritten. Die im Jahr 2013 Habilitierten waren im Durchschnitt 41 Jahre alt (Frauen: 40,4 Jahre; Männer: 40,5 Jahre).

Wie in den Vorjahren erwarb gut ein Drittel (116 oder 36,6 Prozent) der angehenden Professoren ihre Qualifikation an der Universität München. Mit 53 Habilitierten folgte 2013 die Technische Universität München vor der Universität Erlangen-Nürnberg (50) und den Universitäten in Regensburg (36) und Würzburg (27).

Der Bereich Humanmedizin war auch 2013 mit 162 Habilitationen (51,1 Prozent) Spitzenreiter. Mit deutlichem Abstand folgten die MINT-Fächer (Mathematik, Ingenieur-, Naturwissenschaften und Technik) (66 bzw. 21,0 Prozent) und die Sprach- und Kulturwissenschaften mit 54 Habilitationen (17,0 Prozent). In der Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften wurden 26 Habilitationsverfahren (8,2 Prozent) erfolgreich abgeschlossen.

Mehr als jede vierte Habilitationsschrift (27,8 Prozent) wurde von einer Frau vorgelegt. Rund 26,6 Prozent der neuhabilitierten Wissenschaftlerinnen erwarben ihre Lehrbefähigung in der Fächergruppe Sprach- und Kulturwissenschaften. Bei den Männern lag der entsprechende Anteil bei 15,3 Prozent. 15,9 Prozent der Frauen, die ihre Habilitation erfolgreich abgeschlossen haben, taten dies in einem MINT-Fach (Männer 22,7 Prozent).

29 der im Jahr 2013 Habilitierten (9,1 Prozent) waren ausländische Wissenschaftler. Elf der von Ausländern erfolgreich abgeschlossenen Habilitationsverfahren entfielen auf die MINT-Fächer, neun auf Humanmedizin, acht auf die Sprach- und Kulturwissenschaften und ein Habilitationsverfahren auf Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften.

Der überwiegende Teil der Neuhabilitierten (234 oder 73,8 Prozent) war auch 2013 an einer Universität beschäftigt (2012: 73,9 Prozent).


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