Anwendungsnahe hessische Forschung auf der CeBIT

Die präsentierten Projekte zeigen überzeugend, dass Forschung sich nicht auf grundsätzliche Fragestellungen beschränkt, sondern auch einen Schwerpunkt auf zukunftsorientierte Praxisanwendungen in Wirtschaft, Lehre und Verwaltung legt. Das TTN-Hessen nimmt diese Lösungen auf und bietet sie Interessenten auf dem Markt an. Damit ist der Weg von der Theorie zur Praxis kurz. Innovative Verfahren, Anwendungen und Produkte lassen sich so rasch auf den Märkten platzieren.“ Das hat die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, heute in Wiesbaden anlässlich der Eröffnung der CeBIT 2009 hervorgehoben. Sie zeigte sich überzeugt davon, dass auch diese Messepräsentation der hessischen Hochschulen mit einer bisher unerreichten Zahl von Exponaten wieder zahlreiche Impulse für den Ausbau bestehender und die Entwicklung neuer Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft liefern.

02.03.2009 Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Das TechnologieTransferNetzwerk Hessen (TTN-Hessen) bietet in diesem Jahr acht hessischen Hochschulen und dem Deutschen Wetterdienst auf der vom 3. bis 8. März in Hannover stattfindenden CeBIT eine Präsentationsplattform. Mit insgesamt 27 Exponaten präsentieren die Hochschulen einen Ausschnitt aus ihren praxisbezogenen Forschungsaktivitäten und bieten sich für Unternehmenskooperationen an. Dabei greifen einige Projekte die Themen der CeBIT 2009 – Webcity und Green IT – auf. Die Stichworte dazu sind Wissensaustausch auf der Basis von Wiki, e-Learning, Soziale Netzwerke, IT-Anwendungen in der Medizin oder Brennstoffzellen als Komponenten sicherer Stromversorgung.

Praxisnahe Lösungen vom elektronischen Personalausweis bis zur Medizin

Das Center for Advanced Security Research Darmstadt (CASED) an der Technischen Universität Darmstadt beispielsweise befasst sich mit innovativen Anwendungsmöglichkeiten des elektronischen Personalausweises, der 2010 eingeführt wird. Bereits jetzt testen Probanden der Universität im Projekt Campuspilot den elektronischen Personalausweis, um verschiedene Onlinedienste wie Herunterladen von eBooks, die Noteneinsicht oder Raumbuchungen zu erproben. Für Marktforschung und das Marketing von Unternehmen werden mobile Umfragen mit dem Handy zukunftsweisend sein. Die Hochschule Darmstadt hat dafür eine Lösung entwickelt.

E-Learning wird für Ausbildung an Hochschulen und Weiterbildung in Unternehmen einen immer größeren Stellenwert einnehmen. Die Goethe-Universität Frankfurt stellt ihr Konzept „megadigitale-Prozess – Der Weg zum erfolgreichen Einsatz von e-Learning“ vor, die Technische Universität Darmstadt präsentiert unter anderem das Kompetenznetz e-learning-hessen.de, und die Hochschule Darmstadt das Atlantis University Portal.

Die Fachhochschule Wiesbaden arbeitet gemeinsam mit der Poliklinik für Zahnärztliche Chirurgie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit ihrem Projekt THMILE an einer Software zur dreidimensionalen Simulation des Röntgenprozesses im Mund, der auf einem menschlichen CT-Datensatz beruht.

Den Deutschen E-Learning-Innovations- und Nachwuchs-Award erhielt kürzlich das Institut für Sportwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen für das Projekt IfS-SportCasts, das es auf der CeBIT präsentiert. Es zeigt die Möglichkeiten auf, die Web 2.0-Anwendungen für Lern- und Lehrmaterialien – in dem Fall in den Sportwissenschaften – eröffnen. Das TechnologieTransferNetzwerk-Hessen

Im TTN-Hessen haben sich die hessischen Hochschulen, die European Business School als private Hochschule und die führenden hessischen Wirtschaftsvereinigungen zusammengeschlossen, um Aktivitäten im Wissens- und Technologietransfer zu bündeln und landesweit zu vermarkten. Weitere Netzwerkpartner sind außerdem die HA Hessen Agentur GmbH, bei der die Geschäftsstelle angesiedelt ist, die Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) und das Georg-Speyer-Haus. Zentrale Aufgabe des TTN-Hessen ist die Förderung des Wissens- und Technologietransfers. Wissenschaftler und Unternehmer finden unter www.ttn-hessen.de einen virtuellen Technologie- und Kompetenzmarkt.

Das TTN-Hessen wird unterstützt und mitfinanziert durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung sowie das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, die HA Hessen Agentur GmbH, die Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern und den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Leitmessen wie die CeBIT sind für das TTN-Hessen ein wichtiger Termin im Kalender. Das Netzwerk bietet den Hochschulen, die im TTN-Hessen zusammengeschlossen sind, auf insgesamt rund 220 Quadratmetern die Möglichkeit der Präsentation mit Standplätzen, Logistik und Infrastrukturunterstützung sowie umfangreichem gemeinsamen Bühnenprogramm mit dem benachbarten Messestand der hessischen Landesregierung, der durch das Ministerium für Inneres und Sport organisiert wird.

Der Stand der hessischen Hochschulen befindet sich in Halle 9, Stand C22. Beschreibungen zu allen Exponaten stehen auf den Internet-Seiten des TTN-Hessen unter www.ttn-hessen.de und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst unter www.hmwk.hessen.de sowie in der Broschüre „CeBIT 2009“. Aussteller und Exponate:

  • Technische Universität Darmstadt
    BPMN-To-Text-Mit Tool-Support von der Prozessspezifikation zu Fachaussagen; Piki- eine dezentrale Wiki-Engine für Eclipse; LifeSocial.KOM – eine dezentrale Plattform für Soziale Netzwerke; httc e.V.- Kompetenznetz „e-learning-hessen.de“; Anwendung des elektronischen Personalausweises
  • Hochschule Darmstadt
    Integration eines VoIP-Kommunikationssystems (IMS) in eine SOA; Mobile Umfragen mit dem Handy; Atlantis; Medien Portal Hessen; Pock-it; MODI – Dynamische Modellintegration für E-Business; MAVI – Modulare Algorithmen für Volumenbilder
  • Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
    megadigitale – Komplettlösung zum erfolgreichen Einsatz von eLearning
  • Fachhochschule Wiesbaden
    Generierung anatomischer Atlanten für die Strahlentherapie; Form- und Bewegungsanalyse von Lungentumoren; Wivi – interaktive Visualisierung zur opportunistischen Suche in Wikipedia; MIT3D – Mensch-Maschine Interface Technologie für virtuelle Umgebungen; THMILE – 3D Medical Imaging Learning Environment; TurgorLab – Berührungslose Vermessung von postoperativen Schwellungen; SchaVIS – 3D Visualisierung für die Schadensprävention bei Hochwasser; Opensource Framework für Telematikapplikationen
  • Justus-Liebig-Universität Gießen
    IfS-SportCasts – Videopodcasting in der Sportwissenschaft
  • Fachhochschule Gießen-Friedberg
    Die Brennstoffzelle – eine Komponente in der sicheren Stromversorgung
  • Hochschule Fulda
    SiMaKon – Simulation von Maßbekleidung und Konfektion online zur Passformkontrolle; CLODDY – Terrain ohne Grenzen
  • Universität Kassel
    UMI Lab – Softwareentwicklungswerkzeug der nächsten Generation -Deutscher Wetterdienst Ozeanographischer Satellit Jason 2

    außerdem:
  • HIPO – Hessische Intellectual Property Organisation – Die hessische Verwertungsoffensive
  • Cluster und Netzwerk-Initiativen in Hessen

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