Statistik

Auslandsmobilität: Viel Luft nach oben

(red/pm) Das Deutsche Studentenwerk (DSW) sieht angesichts der neuen [Daten des Statistischen Bundesamts](http://bildungsklick.de/pm/95095/134-500-deutsche-studierten-2013-im-ausland/) bei der Auslandsmobilität von Studierenden noch "viel Luft nach oben". "Das von der Politik selbst gesetzte Ziel, dass 50% der Studierenden Auslandserfahrung machen sollen bis zum Jahr 2020, ist noch lange nicht erreicht", erklärt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde.

16.12.2015 Pressemeldung Deutsches Studentenwerk

Gemäß Statistischem Bundesamt sank der Anteil der auslandsmobilen Studierenden im Jahr 2013 um 3,2% gegenüber dem Jahr 2012.

"Das ist das Gegenteil dessen, was mit der Bologna-Reform erreicht werden soll. Ein Kernziel von Bologna ist, die Mobilität deutlich zu steigern", kommentiert Meyer auf der Heyde. "Immerhin 1.000 Studierende mehr sind 2013 über ´Erasmus` ins Ausland gegangen."

Wie Meyer auf der Heyde weiter ausführt, hänge die Entscheidung für oder gegen einen Auslandsaufenthalt von der Bildungsherkunft der Studierenden ab; die finanziellen Mehrbelastungen seien der wichtigste Grund, warum sie es nicht tun.

Gemäß der 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks stagniert der Anteil der auslandsmobilen Studierenden seit Anfang der 2000er Jahre auf hohem Niveau bei 30%.

Studierende aus Akademiker-Familien gehen fast doppelt so häufig ins Ausland wie Studierende aus Familien ohne akademische Tradition. Der wichtigste Grund, keinen Auslandsaufenthalt zu machen, sind dessen finanzielle Mehrbelastungen.

"Gerade weil die sozialen und finanziellen Faktoren bei der Auslandsmobilität so stark sind, muss seitens der Politik weiter nachgesteuert werden", erklärt Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks. "Anstelle von Darlehen sollten den Master-Studierenden bei ´Erasmus+` Mobilitäts-Stipendien zur Verfügung gestellt werden, und das BAföG muss in alle 48 Bologna-Staaten mitgenommen werden können."


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden