"Doktoranden können gleichzeitig Mitarbeiter einer Universität sein"
Wer an einer hessischen Universität promoviert, kann selbstverständlich gleichzeitig auch Mitarbeiter dieser Universität sein. Das hat Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann klargestellt. Sie korrigierte damit unterschiedliche Interpretationen der Hessischen Immatrikulationsverordnung durch Hochschulen, die zu Unsicherheiten im Hinblick auf den Status von Doktoranden geführt haben, die an einer Hochschule beschäftigt sind. Ein entsprechender Erlass ist heute an die fünf Universitäten des Landes verschickt worden. Briefe einzelner Hochschulen, die ihre Promotionsstudenten vor die Wahl gestellt hatten, Dissertation oder Mitarbeit, sind damit gegenstandlos.
22.06.2010 Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und KunstIn Paragraf 10 Absatz 2 der Hessischen Immatrikulationsverordnung vom 24. Februar 2010 wird ebenso wie in Paragraf 24 Absatz 4 des Hessischen Hochschulgesetzes vom 14. Dezember 2009 der Status dieses Personenkreises so geregelt, dass er der Rolle der Doktoranden als Mitglieder der Hochschule gerecht wird. Wörtlich heißt es in der Immatrikulationsverordnung: Bewerberinnen und Bewerber, die eine selbstständige wissenschaftliche Arbeit (Dissertation) anfertigen und nicht an der Hochschule beschäftigt sind, können als Doktorandinnen und Doktoranden an der Hochschule immatrikuliert werden. Voraussetzung für die Immatrikulation ist die Vorlage einer Bestätigung der für das Promotionsverfahren zuständigen Stelle, dass sie zur Promotion angenommen worden sind. Eingeschriebene Doktorandinnen und Doktoranden haben auch die Rechte und Pflichten Studierender.
Daraus ist mancherorts der unzulässige Umkehrschluss gezogen worden, dass an einer Hochschule beschäftigte Doktoranden nicht gleichzeitig immatrikuliert werden können. Der Status von Promovierenden, die an einer Universität beschäftigt sind oder sein wollen, hat sich durch die aktuellen Vorschriften nicht geändert, hob Kühne-Hörmann hervor.
Weiterführende Links
- Spiegel Online: Hessen stößt Doktoranden vor den Kopf
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