Erfolg im EXIST-Wettbewerb für die Universitäten Darmstadt und Kassel
Die TU Darmstadt und die Universität Kassel haben deutschlandweit mit die besten Konzepte zur hochschulweiten Gründungsförderung und zur Etablierung von mehr Unternehmergeist an der Hochschule. Beide Hochschulen wurden am Mittwochabend in Berlin für ihren Antrag im Wettbewerb EXIST-IV Gründungskultur Die Gründerhochschule des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler ausgezeichnet.
10.01.2013 Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und KunstStaatsministerin Eva Kühne-Hörmann äußerte sich sehr zufrieden über die Auszeichnung der beiden hessischen Hochschulen: Dies ist eine tolle Anerkennung für das herausragende Engagement der beiden Universitäten in der Gründungsförderung und im Wissens- und Technologietransfer, das auch von Seiten des Landes besonders unterstützt wird. Zukünftig werden die beiden Hochschulen das Potenzial an wissens- und technologiebasierten Gründungen an ihren Standorten noch besser erschließen können, wovon auch die regionale Wirtschaft nachhaltig profitieren wird, sagte Kühne-Hörmann. Sie gehören damit zu den insgesamt zehn Gewinnerhochschulen der zweiten Runde des Wettbewerbs und werden in nächsten 5 Jahren mit mehreren Millionen Euro bei der Umsetzung ihrer Strategien gefördert. Die Universität Kassel wurde zudem mit dem Prädikat EXIST-Gründerhochschule ausgezeichnet. Bundesweit dürfen nur fünf weitere Hochschulen diesen Titel führen.
Mit der Förderung aus Berlin wird die Universität Kassel ihre Infrastruktur zur Gründungsförderung weiter auszubauen. Konkret will die Universität ein fachübergreifendes Lehr-Lern-Konzept Unternehmerisches Denken und Handeln entwickeln, ein Netz von Ideenscouts über die Hochschule knüpfen und in Zusammenarbeit mit externen Partnern die Anschubfinanzierung von Start-Ups verbessern. Seit der Gründung der Universität Kassel vor 40 Jahren wurden mehr als 300 Unternehmen aus der Hochschule heraus gegründet. Rund 10.000 Arbeitsplätze in der Region werden direkt oder indirekt durch Ausgründungen bereitgestellt. Mit dem Science Park Kassel, der Ende 2014 fertig gestellt werden, wird die Förderung von Unternehmens-Ausgründungen noch einmal verstärkt. Das Land Hessen beteiligt sich an den geplanten Investitionskosten mit einer Summe von rund 6,1 Millionen Euro.
Die TU Darmstadt will sich in den kommenden Jahren zur führenden Hochschule für technologie- und wissensbasierte Unternehmensgründungen entwickeln. Um die Gründungspotenziale an der Universität systematisch zu erschließen und Forschungsergebnisse durch Unternehmensgründungen professionell zu verwerten, wird die TU Darmstadt ein Kompetenzzentrum namens HIGHEST (Home of Growth, Innovation, Entrepreneurship and Technology Management) etablieren. Mit HIGHEST werden die Aktivitäten der TU-Gründerberatung weiter ausgebaut und professionalisiert.
Für die weitere Umsetzung ihres Konzepts erhält die TU Darmstadt in den kommenden drei Jahren bis zu 1,2 Millionen Euro Förderung vom Bund, die Universität Kassel bis zu 2 Mio. Euro. Eine Verlängerung auf fünf Jahre und weitere Förderungen des Bundes sind möglich. Die Umsetzung der jeweiligen Strategien zur Gründungsförderung wird von Seiten des Landes mit jeweils insgesamt bis zu 280.000 Euro über 5 Jahre zusätzlich unterstützt.
Der Wettbewerb EXIST-Gründungskultur - Die Gründerhochschule wurde zum zweiten Mal durchgeführt. 41 Universitäten und Hochschulen hatten sich im Dezember 2011 mit einer Ideenskizze beteiligt. 20 Hochschulen wurden anschließend aufgefordert eine hochschulweite Gesamtstrategie zur Gründungsunterstützung vorzulegen. Zugelassen waren auch weitere Hochschulen, die im ersten Wettbewerb vor zwei Jahren nur knapp gescheitert waren. Aus insgesamt 27 Endrunden-Kandidaten wählte eine unabhängige Jury die besten zehn Hochschulen zur Förderung aus. Drei davon wurden zusätzlich mit dem Prädikat Gründerhochschule ausgezeichnet, neben Kassel die Universität des Saarlands und die Universität Lübeck.
Das BMWi wird die ausgewählten zehn Hochschulen bei der praktischen Umsetzung ihrer Konzepte bis zu fünf Jahre lang finanziell unterstützen. Für alle in beiden Wettbewerbsrunden ausgewählten insgesamt 20 Gewinnerhochschulen des Wettbewerbs "Die Gründerhochschule" stellt das BMWi rund 46 Millionen Euro für die Umsetzung der prämierten Strategien bereit. Der Wettbewerb wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanziert.
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