Haushaltslage

Wissenschaft bleibt Zukunftsaufgabe

Hamburg steht vor anspruchsvollen Haushaltsjahren. Steigende Ausgaben für gesetzliche Leistungen, bundespolitische Weichenstellungen und engere finanzielle Spielräume verlangen vom gesamten Senat geschlossenes Handeln und Verantwortung. Auch der Wissenschafts- und Hochschulbereich leistet hierzu seinen substanziellen Beitrag.

28.09.2026 Hamburg Pressemeldung Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Hansestadt Hamburg
  • Gestapelte Geldmünzen und ein Doktorhut. © Adobe Stock Die Zukunftsverträge mit den staatlichen Hochschulen sind ausfinanziert; der vereinbarte Aufwuchs der Globalbudgets bleibt erhalten.

Gleichzeitig beweist die Freie und Hansestadt Hamburg klare Prioritätensetzung: Bestehende Zusagen haben Bestand, die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Wissenschaftsstandorts wird geschützt und zentrale Zukunftsinvestitionen werden kraftvoll vorangetrieben.

Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal: „Ich nehme die Sorgen und Fragen, die die aktuelle Haushaltslage in der Wissenschaft auslösen, sehr ernst und stehe dazu mit den Hochschulen im sehr engen Austausch. Gleichzeitig tragen wir Verantwortung für die gesamte Stadt. Wenn die finanziellen Spielräume enger werden, braucht es einen klaren Kurs der Priorisierung: Wir entscheiden mit Augenmaß, was wir schützen, wo wir Schwerpunkte setzen und wie wir gemeinsam neue Lösungen finden. Dafür habe ich mich bewusst gegen Kürzungen nach dem Rasenmäherprinzip entschieden.

Wir garantieren Verlässlichkeit: Die Zukunftsverträge mit unseren Hochschulen sind ausfinanziert – einschließlich der vereinbarten zweiprozentigen Steigerung der Globalbudgets. Auch die Exzellenzstrategie bleibt uneingeschränkt abgesichert, und Studiengebühren wird es in Hamburg weiterhin nicht geben.

Mit dem Hamburger Investitionsbooster fließen zudem rund 500 Millionen Euro in unsere Zukunftsinfrastruktur – unter anderem in die Forschungsbauten HAFUN und PETRA IV in der Science City, in den Hochschulbau sowie in wichtige Digitalisierungsprojekte am UKE. Das ist ein unmissverständliches Signal: Auch in stürmischen Zeiten steht Hamburg fest zu seiner Wissenschaft.

Wir gehen diesen Weg im Schulterschluss. Der notwendige Konsolidierungskurs verlangt vor dem Hintergrund der Hochschulautonomie auch den Universitäten anspruchsvolle Abwägungen ab. Daher gestalten wir diesen Prozess transparent und partnerschaftlich. Denn nur so können wir der Situation angemessen begegnen und vor allem den Standort auch weiterentwickeln.

Hamburg strahlt längst weit über die Landesgrenzen hinaus: Unsere Stadt hat sich zu einem international hochrangigen Wissenschaftsstandort von Spitzenrang entwickelt. Darauf sind wir stolz. Wissenschaft schafft Erkenntnisse, Innovationen und neue Perspektiven, die wir bei der Bewältigung der großen Zukunftsfragen – vom Klimawandel über die Energieversorgung bis hin zur Gesundheit – dringend brauchen.

Meine Botschaft ist daher klar: Wir konsolidieren heute mit Augenmaß, aber wir geben die Zukunft nicht preis. Wir sichern das Fundament, investieren in den Fortschritt und entwickeln Hamburgs Wissenschaft gemeinsam weiter.“

Verlässlichkeit für Hamburgs Hochschulen und gesamtstädtische Solidarität

Um die gesetzlichen Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger verlässlich abzusichern, leistet die gesamte Landesverwaltung ihren Beitrag. Eine vom Senat beschlossene ressortübergreifende Umlage bindet alle Behörden gleichermaßen in die Verantwortung ein. Dazu gehören essenzielle Bereiche des gesellschaftlichen Zusammenhalts wie die Jugendhilfe und die Pflege. Für den Wissenschaftsetat bedeutet dies im kommenden Doppelhaushalt 2027/2028 einen durchschnittlichen Beitrag von rund 40 Millionen Euro pro Jahr.

Ausgelaufene Sonderfinanzierungen können in der aktuellen Haushaltslage folglich nicht automatisch verstetigt werden. Die Wissenschaftsbehörde hat ihren Etat deshalb nach stringenter Prioritätensetzung aufgestellt: Verträge und Beschlüsse werden eingehalten, zentrale Zukunftsaufgaben geschützt und verbleibende Spielräume gezielt für politische Schwerpunkte genutzt.

Die Zukunftsverträge mit den staatlichen Hochschulen sind ausfinanziert; der vereinbarte Aufwuchs der Globalbudgets bleibt erhalten. Damit verbindet Hamburg konsequente Haushaltskonsolidierung mit zielgerichteten Zukunftsinvestitionen aus dem Hamburger Investitionsbooster. Die Stadt hält unerschütterlich an ihrem Anspruch fest, ein international sichtbarer, exzellenter und leistungsfähiger Wissenschaftsstandort zu sein, der aktiv zur Lösung der großen Zukunftsfragen beiträgt.


Mehr zum Thema


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden