"Exzellenzwettbewerb ist ein nie da gewesener Aufbruch"

(bikl/ots) Der Exzellenzwettbewerb für die Universitäten wird die deutsche Hochschullandschaft nach Ansicht des Vorsitzenden des Wissenschaftsrates, Karl Max Einhäupl, nachhaltig verändern.

16.11.2005 Artikel
  • © wissenschaftsrat.de

"Ich beobachte einen nie da gewesenen Aufbruch", sagt der Wissenschaftler der ZEIT. Mit dem 1,9-Milliarden-Euro-Programm wollen Bund und Länder die Spitzenforschung fördern. Zudem werden bis zu zehn Hochschulen ausgewählt, die sich als "Leuchttürme" international profilieren sollen.

Die Bewerbungen der Universitäten seien "überraschend breit angelegt und anspruchsvoll", heißt es nach einer ersten Sichtung beim Wissenschaftsrat. Langfristig werde der Wettbewerb dazu führen, die Unterschiede zwischen den Hochschulen in Hinblick auf Qualität und Funktion zu verstärken. "Der Prozess der Differenzierung der Universitäten ist unumkehrbar", sagt Einhäupl.

Auch wenn die Exzellenzinitiative zum Aufbruch bei einigen führt, heißt es in der ZEIT, kann sie bei anderen zur Erstarrung führen. Die Gewinnchance einer Universität steht im Schnitt eins zu vier. "Sollte für die meisten Wissenschaftler die ganze Mühe umsonst sein, wird sich bei den Verlierern Frustation ausbreiten", wird der Wissenschaftssoziologe Weingart zitiert, der fordert, den Wettbewerb mehrmals zu wiederholen. Einzelne Bundesländer haben sich laut ZEIT selbst in die Förderung eingeschaltet. Das rheinland-pfälzische Wissenschaftsministerium hat bereits einen landesweiten Elitewettwerb durchgeführt. Die ersten Gelder aus der Landeskasse, so schreibt die ZEIT, seien schon bei den Universitäten in Mainz, Trier und Kaiserslauterb angekommen.

Link:

www.zeit.de


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden